Quick Wins im klassichen E-Commerce

Neben den in den vorangegangenen Kapiteln beschriebenen Quick-Wins gibt es aus Online-Marketing Sicht im klassischen E-Commerce weitere Quick-Wins, die in diesem Kapitel erörtert werden. Unter klassischem E-Commerce im Sinne dieses Kapitels verstehe ich den Verkauf von materiellen oder immateriellen Gütern über einen E-Commerce-Shop.

 

Der Verkauf von Produkten über Onlineshops erfreut sich kontinuierlicher Wachstumsraten. Immer mehr Menschen kaufen im Internet ein. Laut dem WebScope-Panel, welches die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) kontinuierlich erhebt, stieg der Umsatz im letzen Jahr um 19%. Die Anzahl der Online Shopper stieg um 12 Prozent auf knapp 30 Millionen. In einer im April 2009 erschienenen Studie der Marktforscher von Forrester Research wird dem E-Commerce eine rosige Zukunft prognostiziert. Das Wachstum über die nächsten fünf Jahre soll bei jährlich sieben Prozent liegen. Der Umsatz in Deutschland soll bis zum Jahr 2014 auf 44 Milliarden Euro steigen.

 

Gleichzeitig sinken die Umsätze über gedruckte Kataloge. Jüngstes Negativbeispiel war der Niedergang des einstigen Vorzeigeunternehmens der Versandhandelsbranche Quelle. Quelle hatte sich zu lange auf das Kataloggeschäft verlassen und war sehr spät in den Online-Handel eingestiegen. Im Herbst 2009 ging dann die Hiobsbotschaft durch die Presse22, dass Quelle Insolvenz anmelden muss und 6000 Mitarbeiter Ihren Arbeitsplatz verlieren werden.

 

Es ist also nicht verwunderlich, dass es rund um das Thema E-Commerce mittlerweile sehr viele Anbieter und Dienstleister gibt. Angefangen vom kleinen Mietshop über komplementäre Dienstleistungen bis hin zur teuren Highend E-Commerce-Plattform gibt es heute für nahezu jedes Budget eine passende Lösung. Selbst im Open-Source Bereich gibt es mittlerweile über 30 Alternativen23, die jeweils unterschiedliche Vor- und Nachteile haben.

Natürlich haben diese Vor- und Nachteile auch eine Implikation auf das Online-Marketing bzw. den Erfolg, den sie mit bestimmten Online-Marketing-Maßnahmen erwirtschaften können. Aus diesem Grund möchte ich im folgenden Kapitel nicht nur anhand eines konkreten Vergleichs zweier Shopsysteme für die Problemstellung sensibilisieren, sondern auch weiterführende Anregungen speziell für Betreiber von Onlineshops geben.

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22http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2246304_0_4263_-quelle-niedergang-eines-nachkriegsmythos.html

23http://shoptags.de/30-kostenfreie-open-source-shopsysteme/


 
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