Quick-Wins mit E-Mail Marketing

E-Mail-Marketing in Deutschland ist sehr schwierig geworden. Die gesetzlich geregelten Bedingungen, unter denen E-Mail-Marketing durchgeführt werden darf, haben sich in den vergangenen Jahren stark verschärft. Die Fälle der Abmahnungen diesbezüglich sind deutlich angestiegen. Das Bußgeld, welches bei Gesetzesverstößen verhängt werden kann, ist auf 50.000 Euro angehoben worden. Vor dem Hintergrund dieser Veränderungen kann man im Bezug auf E-Mail-Marketing sicher nicht mehr von Quick-Wins sprechen. E-Mail-Marketing ist heute aufwendig und - weil es sehr viel mehr zu beachten gibt als noch vor etlichen Jahren - durchaus kostenintensiv.

 

Grundsätzlich kann man beim E-Mail-Marketing hauptsächlich drei Formen unterscheiden:

 

Der klassische Newsletter - ist ein periodisch wiederkehrendes Massen-Mailing, welches Unternehmen oder Personen an einen bestimmten Verteilerkreis senden. Bei dem Verteilerkreis handelt es sich häufig um Abonnenten, die den Newsletter über ein Web-Formular abonniert haben. In vielen Fällen werden auch Kunden mit einem derartigen Newsletter beglückt.

 

Die Stand-Alone-Kampagne - ist eine E-Mail-Marketing-Form, bei der ein- oder mehrmalig E-Mails an einen bestimmten Verteilerkreis gesendet werden. Es handelt sich hierbei meistens um Werbe-E-Mails, die an einen nach bestimmten Kriterien ausgewählten Verteilerkreis übersandt werden. Die E-Mail-Adressen können bei Adress-Brokern gekauft werden. In vielen Fällen werden jedoch die eigentlichen E-Mails nicht vom Unternehmen direkt versandt, da der Adress-Broker die E-Mail-Adressen nicht herausgibt, sondern die Werbe-E-Mails über professionelle Dienstleister versenden lässt. In den Fällen, bei denen die E-Mail-Adressen ausgeliefert werden, verpflichtet sich der Empfänger, diese nur einmalig, beziehungsweise, wenn vereinbart, auch mehrmalig, zu nutzen und danach zu löschen. Bei diesem Verfahren werden zumeist empfindliche Strafen bei einer Zuwiderhandlung vertraglich vereinbart.

 

Ein kurzer Exkurs über juristische Dinge beim E-Mail Marketing.

 

Sponsored-Newsletter - ist eine E-Mail-Marketing-Form, bei der der Versender einen Werbebeitrag im Newsletter eines Dritten platziert. Hierfür ist ein entsprechendes Entgelt an den Betreiber des Newsletters oder die Vermarktungsagentur zu entrichten.

 

Die genannten E-Mail-Marketing-Formen sind fast alle entweder sehr zeitintensiv und aufwändig, oder aber sehr kostenintensiv. Möchte man beispielsweise eine Mailing-Kampagne an 10.000 sportbegeisterte Frauen im Alter zwischen 25 und 30 versenden, so kann man heute bei Adress-Brokern entsprechende E-Mail-Adressen kaufen, allerdings zu Preisen, die zwischen 50 Cent und 2,00 Euro je E-Mail-Adresse liegen. Die Qualität dieser E-Mail-Adressen ist ein wesentlicher Baustein für den Erfolg einer derartigen E-Mail-Kampagne. Und mal ehrlich - würden Sie Ihre E-Mail-Adresse zusammen mit Informationen über Ihre persönlichen Vorlieben vergeben, damit Sie anschließend von wildfremden Unternehmen zielgenaue Werbung erhalten? Wahrscheinlich eher nicht. Und tatsächlich ist es so, dass der Erfolg von E-Mail-Marketing-Kampagnen häufig sehr bescheiden ist. Doch wo Schatten ist, ist auch Licht.

 

Einen Newsletter an Bestandskunden zu versenden oder auch an Interessenten kann unter bestimmten Bedingungen schnell und einfach erfolgen. Damit würde diese Form des E-Mail-Marketings als Quick-Win bezeichnet werden können. Eine Bedingung, um erfolgreiches E-Mail-Marketing in dieser Form betreiben zu können, ist natürlich, dass man News hat, die es zu vermelden wert sind. Und natürlich muss sich der Aufwand zur Erstellung dieser News in einem finanziell erträglichen Rahmen halten, denn sonst könnte man wiederum nicht von einem Quick-Win sprechen. Auch müssen die finanziellen Aufwendungen für den Einsatz einer gesetzeskonformen E-Mail-Marketing-Software im Rahmen dessen bleiben, was Unternehmen oder Einzelpersonen noch als Quick-Win bezeichnen würden. Hierbei sind die Grenzen und die finanziellen Rahmenbedingungen natürlich individuell sehr unterschiedlich. Anhand von drei Beispielen, zu denen ich jeweils auch Kosten benenne, möchte ich verdeutlichen, wann E-Mail-Marketing als Quick-Win bezeichnet werden kann und wie unterschiedlich hier die Rahmenbedingungen sein können.

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