Klickbetrug und Affiliate-Marketing-Schwindel aufdecken… und mehr

Klickbetrug und Affiliate-Marketing-Schwindel aufdecken, den Erfolg von Suchmaschinenoptimierungsmaßnahmen in Euro messen, und ein integriertes Affiliateprogramm sowie eine integriertes E-Mail-Marketingprogramm sind die Highlights des neuen timAdControl 2.0. Sie als Leser meines Blogs oder Neuigkeitenbriefes erfahren schon heute von den Neuerungen der Version 2.0, die offiziell erst im kommenden Monat veröffentlicht wird.

Das bis dato bekannte alte timAdControl wurde primär eingesetzt um die Werbewirksamkeit einzelner Online-Marketingmaßnahmen bzw. einzelner Kampagnienbausteine exakt zu überprüfen. Dabei schafft AdControl die Möglichkeit auch unterschiedliche Disziplinen direkt miteinander zu vergleichen. Beispielsweise Keyword-Advertising mit Online-Werbung oder Newsletter-Werbung. Durch den Einsatz von AdControl ist es für Marketingtreibende sehr schnell und effizient möglich festzustellen, mit welchen Online-Marketingmaßnahmen Geld verdient wird und mit welchen eher nicht. Da die meisten Marketing-Budgets endlich sind ist ein Einsatz eines Werkzeuges wie AdControl natürlich sehr wertvoll, wenn es darum geht Wahlentscheidungen für oder gegen den Einsatz bestimmter Online-Marketinginstrumente oder aber für oder gegen die Schaltung bestimmter Werbemaßnahmen auf bestimmten Plattformen zu treffen.

Das neue AdControl Version 2.0 geht aber noch einen ganzen Schritt weiter. Das
System bietet nun ein integriertes Affiliateprogramm. Mit diesem Programmteil können Anwender von AdControl ein eigenes Affiliateprogamm betreiben (aus technischer Sicht) ohne die Dienste eines Netzwerkbetreibers wie etwa Affilinet.de oder Zanox.de in Anspruch zu nehmen. Die Vorteile hierbei sind, dass die Backlinks zu der eigenen Website des Betreibers verlinken, was zur Unterstützung der Suchmaschinen-optimierungsmaßnahmen durchaus interessant sein kann. Ferner werden die Provisionen des Netzwerkbetreibers eingespart und können entweder einbehalten werden oder den Affiliates zusätzlich gezahlt werden, um das Programm interessanter zu gestalten. Für Unternehmen, die bei den großen Partnernetzwerken abgelehnt werden, weil diese einen unzureichenden Umsatz und damit eine nicht befriedigende Provisi-on vermuten, ist die Entwicklung eines in Eigenregie betriebenen Affiliateprogramms mit AdControl eine echte und aus mehrerlei Blickwinkeln (z. B. auch SEO) eine sehr interessante Alternative.

Neben einer ganzen Reihe technischer Verbesserungen, die im Wesentlichen unter der Haube stattfinden sind auch umfangreiche visuelle Verbesserungen und eine Verbesserung des Benutzerinterfaces durchgeführt worden. Auch der Tracking-Mechanismus für Transaktionen, die durch Suchmaschinenoptimierungen herbeige-führt worden sind, wurde deutlich verbessert. Es ist also nun mit dem neuen AdControl auch möglich, den Erfolg von Suchmaschinenoptimierungsmaßnahmen quantitativ und qualitativ in Euro zu messen und direkt mit anderen Maßnahmen zu vergleichen.

Ein weiteres Highlight von AdControl 2.0 ist die Implementierung einer E-Mail-Marketing Software, die es ermöglicht, professionelles E-Mail-Marketing durchzuführen. Wir haben die vielfach bewehrte E-Mail-Marketing Software www.tim3m.de mit AdControl gekoppelt. Tim3m ist eine professionelle E-Mail-Marketing Software (also keine Dreckschleuder, die einfach nur E-Mails wild durch die Gegend versendet), die ausgesprochen skalierbar ist. Skalierbar in diesem Kontext bedeutet, dass die Software sowohl bei kleinen Kunden im Einsatz ist, die im Monat nur 3.000 E-Mails versenden bis hin zu großen Kunden, die im Monat über eine halbe Million Aussendungen tätigen. Durch die Integration der E-Mail Software ist nun auch der Erfolg des E-Mail-Marketings im Interface von AdControl direkt vergleichbar mit allen anderen Online-Marketing-Maßnahmen des jeweiligen Marketingmixes.

Das Ganze mag sich im Moment etwas abstrakt anhören. Doch ich kann Ihnen versprechen, dass Sie durch den Einsatz von AdControl deutlich mehr aus Ihrem Online-Marketing-Budget herausholen als ohne. Damit Sie sich das Ganze in einer etwas praxisnäheren Präsentationsform ansehen können, habe ich ein Flash-Video für Sie vorbereitet. Bitte hier klicken um das Video zu starten.

Bei Rückfragen oder Anfragen zum Thema AdControl hier nochmal meine persönliche E-Mail: erwin@lammenett.de. Ach ja, der Preis für die Nutzung der AdControl-Basismodule wird voraussichtlich bei monatlich 120 Euro liegen. Die Freischaltung des Affiliate-Marketing Moduls wird zusätzliche 30 Euro je Monat kosten und die Freischaltung der E-Mail-Marketing wird zusätzliche 80 Euro monatlich kosten.

Freu :-)

Ach, da freu ich mich doch richtig. Gerade erreicht mich folgende eMail:

Auszug—

Sehr geehrter Herr Dr. Lammenett,

Ihr Buch wurde von der Managementbuch.de-Redaktion als eines der Besten seines Fachgebiets ausgewählt.

Als Nr.1 Internetbuchhandlung für Führungskräfte, Unternehmer und Selbständige freuen wir uns, unter der Vielzahl an Neuerscheinungen gute Bücher wie das Ihre zu entdecken, um sie unseren Kunden besonders ans Herz zu legen.

Keyword-Advertising mit Gefahren

Ich lese gerade das Magazin für Marketing und Vertrieb „acquisa“. In der Ausgabe 9/2007 ist ein ausführliches Special zum Thema Online Marketing zu finden. Das Special steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Online Marketing Messe OMD in Düsseldorf am 25. und 26. September 2007. Zwei Artikel aus der Special Serie halte ich für besonders interessant bzw. kritisch.

Unter der Überschrift „Werbung für jedermann“ wird angeführt, wie einfach es doch ist, mittels Suchmaschinen Marketing Kampagnen auch ohne Hilfe eines spezialisierten Dienstleisters zu schalten. Es wird von der großen Mittelstandsoffensive von Google berichtet – und interessanterweise findet sich eine Seite weiter ein ¤ 30 Gutschein um eine Google Adverts Kampagne zu starten. Es ist sogar die Rede davon, dass Google all den Unternehmen das Suchmaschinenmarketing schmackhaft machen möchte, die noch keine eigene Homepage haben. Das Google sich stark darum bemüht, kleine und mittelständige Unternehmen zum direkten Buchen von Keywordanzeigen zu bewegen ist nicht neu. Aus Sicht von Google ist dieses Vorhaben ein wahrscheinlich ausgesprochen lukratives Geschäftsfeld. Nicht nur wegen der Masse an Anzeigen und dem damit verbundenen hohen Umsatzvolumen, sondern vor allem wegen der ganz automatisch eintretenden Preiserhöhung von der einzig und allein Google partizipiert. Zur Erinnerung: die Preise für einen Klick werden maßgeblich von den Geboten der Werbetreibenden beeinflusst. Je mehr Werbetreibende Anzeigen schalten, desto höher ist der Wettbewerbsdruck und konsequenterweise steigen die Preise. Dieser Aspekt wird im Artikel jedoch nicht beleuchtet. Es ist einen weiteren durchaus kritischen Aspekt, der im angesprochenen Artikel ebenfalls nicht erläutert wird. Das Buchen von Keywordanzeigen in Google – gleiches gilt übrigens auch für andere Suchmaschinen – ist nur vordergründig einfach. Innerhalb von maximal 15 Minuten ist tatsächlich jedermann in der Lage in Google ein Konto zu eröffnen, Keywords zu buchen, eine Anzeige zu erstellen und diese auf seiner Homepage zu verlinken. Beschäftigt man sich jedoch intensiver mit der Materie, so wird man sehr schnell feststellen, dass das Buchungswerkzeug und die zahlreichen Tools, die dort angeboten werden, durchaus vielfältige Möglichkeiten eröffnen und alles andere als einfach und trivial sind. Reizt man die Möglichkeiten aus, so ist Keyword Advertising durchaus komplex. Hierin liegt eine große Gefahr für kleine und mittelständige Unternehmen, die auf die Mittelstandsiniative von Google aufspringen oder mittelmäßig recherchierten Artikeln aus angeblichen Fachmagazinen Glauben schenken. Wenn viele kleine und mittelständige Unternehmen ohne fachliches Know-how beginnen bei Google Anzeigen zu schalten, wird dies in einer überproportional hohen Preiserhöhung für bestimmte Keywords enden, worüber sich schlussendlich nur Google freut.

Sicherlich, Preiserhöhungen bei auftretendem Wettbewerb werden sich nicht vermeiden lassen. Einzig die Frage der Dimension dieser Preiserhöhungen ist offen. Die Vermutung, dass die Preiserhöhungen deutlich größer ausfallen je mehr Hobby und Gelegenheitsbucher sich per „Do-it-yourself“ bei Google betätigen ist jedoch nicht von der Hand zu weisen.

In einem weiteren Artikel mit der Überschrift „Große Chance für kleine Firmen“ wird davon berichtet, dass die Firma United Internet Media zur OMD ein Selbstbuchungstool für klassische Onlinewerbung (also Banner etc.) starten wird. Das ganze firmiert unter der Überschrift „Telemedia-Anzeigendienst“. Das interessante an diesem Ansatz ist, dass praktisch jedermann im „Do-it-yourself Verfahren“ klassische Onlinewerbung erstellen und schalten kann. Dazu gibt es sogar einen Flash-Bannergenerator. Die Banneranzeigen können auf allen drei Portalen des Unternehmens (GMX, 1&1 und Web.de) geschaltet werden.

Was viele jedoch nicht wissen und was im Artikel auch nicht deutlich wird, ist die Tatsache das der Ansatz klassische Online-Werbung im „Do-it-yourself Verfahren“ auf Webseiten zu buchen nicht neu ist. Seit Mitte 2005 bietet Google neben den Website bezogenen Textanzeigen auch die Möglichkeit Bannerwerbung auf den Webseiten der Googlepartner zu schalten. Diese Werbebanner können ebenfalls im „Do-it-yourself Verfahren“ gebucht werden. Je nach Themenbereich ist die Reichweite ausgesprochen groß.
Es bleibt abzuwarten, in wiefern preisgünstig zu buchende Bannerwerbung Zielführend ist. In vielen Fällen dient die Bannerwerbung der Unterstützung und Stärkung des Bekanntheitsgrades. Die meisten Bannerkampagnen die ich initiiert habe an eine Konversionsrate die unter 0% liegt. Typisch sind beispielsweise 0,1%-0,2%. Hingegen haben Keyword Advertising Anzeigen in der Regel eine deutlich höhere Konversion (Transaktionsrate). Typische Raten, die ich bei meinen Kampagnen erreiche liegen zwischen 3% und 10%. Diese Zahlen verdeutlichen eigentlich sehr eindrucksvoll, wie sehr Online-Bannerwerbung auf das Ziel „Bekanntheitsgrad stützen“ ausgerichtet ist. Inwieweit Bekanntheitsgrad und Wiedererkennung jedoch mit Werbemitteln erreicht werden kann, die durch einen Generator erstellt werden bleibt abzuwarten.