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Tool-Sammlungen (SEO Suites) Vergleich – Sistrix, Searchmetrics, XOVI und Co.

Mit steigender betriebswirtschaftlicher Bedeutung einer guten Suchmaschinenoptimierung kamen auch immer mehr SEO-Tools auf den Markt. Grundsätzlich kann man heute zwischen Software unterscheiden, die gekauft werden muss und dann auf dem PC installiert wird und browserbasierten Mietlösungen, die nach dem Modell „Software as a Service“ (SaaS) vermarktet werden. Im Internet gibt es wahrscheinlich Hunderte Webseiten, die SEO-Tools verschiedenster Machart anpreisen. Daneben gibt es Werkzeugsammlungen, die im Grunde unter einer Oberfläche alles enthalten, was man zur Effizienzsteigerung seiner SEO-Arbeit braucht. Wer in Deutschland nach professionellen Tools für SEO sucht, wird schnell über die Searchmetrics-Suite,[1] die Sistrix-Toolbox[2] und die XOVI-Suite[3] stolpern. Sistrix wurde 2004 gegründet und war in Deutschland Trendsetter und Innovator für webbasierte SEO-Software. Searchmetrics wurde 2007 von Marcus Tober zusammen mit dem Holtzbrinck eLAB als SEOmetrie GmbH gegründet. 2008 erfolgte die Umbenennung in Searchmetrics. Das Unternehmen hat mehrfach Venture Capital erhalten und bezeichnet sich selbst heute als Marktführer. XOVI wurde 2009 gegründet und war zunächst ein Me-too-Produkt, welches primär über den Preis in den Markt drängte. Doch spätestens seit dem Relaunch der neuen XOVI-Version 3.0 im Jahr 2014 hat sich das Unternehmen unter den SEO-Tools etablieren können. Die Version 3.0 wartet mit einer sehr guten Usability und etlichen innovativen Ideen auf und wurde mehrfach zum Preis-Leistungs-Sieger im Bereich Tool-Anbieter gekrönt.

Im Rahmen der Arbeiten für die 7. Auflage meines Buches „Praxiswissen Online-Marketing“ habe ich den SEO-Toos Vergleich aktualisiert und erweitert. Wer also heute vor der Herausforderung steht, ein SEO-Tool auswählen zu müssen, sollten einen Blick hinnein werfen. Hier geht es zur Jump-Page, wo der Link zum Software-Vergleich verankert ist: https://www.lammenett.de/seo-tools_aufl-7_praxiswissen-online-marketing-a3

Und hier der Link zur 7. Auflage meines Buches – quasi für diejenigen, die sich für die komplette Story interessieren: 7. Auflage des Buches Praxiswissen Online-Marketing bei Amazon.

 

[1] http://www.searchmetrics.com/de

[2] http://www.sistrix.de

[3] http://www.XOVI.de

 

 

Praxiswissen Online-Marketing 7. Auflage erschienen

Praxiswissen Online-Marketing 7. AuflagePraxiswissen Online-Marketing ist mittlerweile ein Standardwerk für digitales Marketing in Deutschland. Aktuell gibt es kein anderes Buch am Markt, welches das Marketing so umfassend aus der Perspektive eines Praktikers behandelt. 2006 erschien die erste Auflage. Seither ist extrem viel passiert. Immer kürzer werden die Entwicklungszyklen. Wer dieses Buch aufmerksam liest, dem wird nicht nur jede Menge Praxiswissen vermittelt. In vielen Kapiteln wird auch auf die Entwicklungen der letzten Jahre eingegangen und damit eine Einordnung und ein tieferes Verständnis der Gesamtzusammenhänge ermöglicht. Denn, um es mit den Worten von Helmut Kohl zu sagen: „Wer die Vergangenheit nicht kennt, kann die Gegenwart nicht verstehen und die Zukunft nicht gestalten.“

Die Pflege eines Buches, welches mittlerweile rund 600 Seiten hat, ist nicht einfach. Kurzzeitig habe ich mit dem Gedanken gespielt, die Inhalte auf zwei Bücher aufzuteilen in ein Buch mit eher wissenschaftlichem Hintergrund und einen reines Praxisbuch. Auf Anraten des Verlages habe ich diese Idee wieder verworfen. Daher ist mit der 7. Auflage ein umfassendes Kompendium entstanden, welches alle Teildisziplinen des Online-Marketings aus unterschiedlichen Blickwinkeln behandelt. Es sind neue Kapitel hinzugekommen, wie etwas das Influencer-Marketing, welches zum Zeitpunkt der Erstellung der 6. Auflage zwar schon ein Hype war – jedoch war damals noch unklar, ob dieser Hype Bestand haben wird. Zu oft waren in der Vergangenheit Themen gehypt worden, die sich dann später als Rohrkrepierer entpuppten. Daher hatte ich damals auf eine Integration verzichtet. Doch nun ist klar: Influencer-Marketing wird trotz aller Schwierigkeiten Bestand haben. Manche Kapitel sind sehr umfassend ergänzt worden, wie beispielsweise „Content-Marketing“, in dem ich viele Hinweise für die praktische Arbeit und etliche neue Tipps implementiert habe. Andere Kapitel habe ich etwas gekürzt und Inhalte in Screencasts oder Servicelinks ausgelagert, weil diese sich auf der Detailebene zu schnell ändern.

Online-Marketing-Konzeption - 2019: Der Weg zum optimalen Online-Marketing-Konzept. Trends und Entwicklungen. Teildisziplinen wie Affiliate-Marketing, ... Media, Online Werbung, SEA, SEO, u. v. a. m.

Komplizierte Beziehungsgeflecht einzelner Online-Marketing-Disziplinen erschwert Konzept-Erstellung

Das Beziehungsgeflecht einzelner Online-Marketing-Disziplinen untereinander ist durchaus vielschichtig. Die Komplexität erschwert die Erstellung eines schlüssigen Online-Marketing Konzeptes. Disziplinen unterstützen einander, verstärken einander, bauen aufeinander auf oder ergänzen sich. Die Zusammenhänge und Abhängigkeiten einzelner Disziplinen beeinflussen die Ausgestaltung eines Online-Marketing-Mix. Einige wenige Beispiele und die nachfolgende Abbildung sollen diese Aussage untermauern.

Das Beziehungsgeflecht der OM-Disziplinen macht Konzept schwierig

Insgesamt wird das Thema Online-Marketing-Konzeption durch das Beziehungsgeflecht der Teildisziplinen untereinander sehr komplex.

  • Affiliate-Marketing unterstützt auch SEO. Durch Affiliate-Marketing entsteht Traffic. Webseiten mit viel Traffic werden in der Regel von Google höher angesehen als Webseiten mit wenig Traffic. Ferner kann Affiliate-Marketing auch Backlinks liefern. Und auch wenn Backlinks seit 2015 wohl nicht mehr den hohen Stellenwert haben wie in den Jahren zuvor, so sind sie dennoch ein Mosaiksteinchen im Bemühen um bessere Positionen bei Google.
  • Affiliate-Marketing leistet Beiträge zum Branding. Werbemittel sind ein zentraler Bestandteil im Affiliate-Marketing. Schlussendlich stellt der Merchant dem Affiliate ja Werbemittel zur Verfügung. Der Affiliate platziert diese auf seiner Website und partizipiert an einem Sale oder einem Lead, wenn über dieses Werbemittel ein Besucher zur Website des Merchants gelangt und dort die gewünschte Handlung vollzieht. Nicht jeder Besucher auf der Seite des Affiliates wird aber auf ein Werbemittel klicken. Viele Besucher nehmen das Werbemittel zwar wahr, klicken aber nicht. Wenn das Werbemittel gut gemacht ist, entsteht also ein Branding-Effekt, für den der Merchant in der Regel nichts zahlt.
  • Erkenntnisse aus Google Ads können im SEO genutzt werden. Häufig stellt sich in der Praxis die Frage, für welche Keywords man die Website optimieren soll. Natürlich kann man sich den Antworten mittels Analysen nähern. Wirklich gute Erkenntnisse kommen aber auch aus Google Ads – vorausgesetzt es wurde ein aussagefähiges Tracking installiert und die Kampagne verfügt über genügend Daten, um statistisch valide zu sein.
  • Social Media unterstützt SEO und Google Ads. Etliche Jahre war die Fachwelt sich darüber einig, dass Backlinks aus dem Social-Media-Umfeld eine positive Auswirkung auf die Suchmaschinenoptimierung haben. Das ist 2015 etwas relativiert worden. Dennoch sind auch Backlinks aus dem Social-Media-Umfeld ein Mosaikstein bei der Suchmaschinenoptimierung. Ferner leistet Social-Media-Arbeit auch Beiträge zum Markenaufbau, jedenfalls wenn sie gut gemacht wird. Starke, vertrauenswürdige Marken werden von Google besser bewertet. Bei Google Ads führt eine starke Marke zu einer erhöhten Konversionsrate über den Marken-Traffic. Das hat wiederum positive Implikationen auf die Klickpreise der Kampagne.
  • Newsletter-Marketing unterstützt auch Content-Marketing. Inhalte, die für Newsletter erarbeitet werden, können auf der Website im Sinne von Content-Marketing zweitverwertet werden. Gegebenenfalls werden im News­letter die Themen auch nur angeteasert. Auf der Website wird dann der vollständige Beitrag bereitgestellt. Auf diese Weise wird auch die SEO-Flanke gestärkt.

 

Mehr dazu in meinen Buch, welches seit 1. Februar auf Amazon erhältlich ist:

Online-Marketing-Konzeption - 2019: Der Weg zum optimalen Online-Marketing-Konzept. Trends und Entwicklungen. Teildisziplinen wie Affiliate-Marketing, ... Media, Online Werbung, SEA, SEO, u. v. a. m.

Das Online-Marketing-Konzept und die Kernprobleme

Der Baukasten, aus dem Online-Marketing-Mix zusammengesetzt werden kann, ist relativ umfangreich. Theoretisch kann jede Teildisziplin ein Baustein im Online-Marketing-Konzept eines Unternehmens sein. Es stellt sich in der Regel also die Frage, wie »der richtige« Online-Marketing-Mix für eine Organisation oder eine Marke aussieht. Was aber ist »der richtige« Mix? Wie viel Keyword-Advertising, wie viel SEO oder wie viel E Mail-Marketing darf »der richtige« Mix enthalten? Eine eindeutige Antwort auf diese Fragen gibt es nicht. Der »richtige« Mix kann sich von Fall zu Fall stark unterscheiden.

Aufgabenstellung der Online-Marketing-Konzeption ist es, die wesentlichen Rahmenparameter abzuklopfen und aus dem Baukasten der einzelnen Online-Marketing-Instrumente den für die jeweilige Situation optimalen Online-Marketing-Mix zu entwickeln. Hierbei müssen relevante Rahmenparameter wie Ziele, Mitbewerber, Budgetrestriktionen, strategische Expansionspläne und anderes mehr Berücksichtigung finden. Leider hört sich das einfacher an, als es in der Realität ist. Um ein optimales Konzept zu erstellen, spielen u. a. folgende Aspekte eine Rolle:

  • Ziele und Zielgruppen
  • Mitbewerbersituation
  • Bisherige Erfahrungen
  • Marke oder Preis?
  • Lokal, national, oder international?

Erschwerend kommt die Schnelllebigkeit im Online-Marketing hinzu und in Teilen leider das geringe Detailwissen vieler Marktteilnehmer. Schnelllebig ist Online-Marketing ganz bestimmt. Wissen, welches heute richtig ist, kann morgen schon falsch sein. Oder besser ausgedrückt: Nicht mehr Zielführend sein. Mein Buch »Online-Markeiting-Konzeption« aktualisiere ich daher jedes Jahr. Es gibt Antworten auf wichtige Fragen der Konzepterstellung und stellt verschiedene Herangehensweisen vor. Online-Marketing-Konzept - so geht es

Online-Marketing-Konzeption 2019

Was nun die einzelnen Aspekte angeht, die ein Online-Marketing Konzept beeinflussen, so würde dieser Artikel sicher sehr lang, wenn ich diese alle in diesem Blogbeitrag erörtert würden. Stellvertretend für die vielen Aspekte, picke ich mir mal einen heraus. Ich nenne ihn »Das Dilemma der Kunden«. Das Dilemma der Kunden ist, dass sie die genauen Zusammenhänge und Mechanismen im Online-Marketing häufig gar nicht kennen. Online-Marketing ist zwar nicht mehr ganz neu, aber es ist sehr umfänglich, sehr komplex und es ändert sich ständig. Wenn die Zusammenhänge nicht bekannt sind, sind auch die Interessen der unterschiedlichen Marktteilnehmer für den Werbetreibenden nicht transparent. Insbesondere die monetären Interessen sind oft nur vordergründig transparent. Im Normalfall hat der Werbetreibende ohne ein ausgefeiltes Controlling gar keine Möglichkeit, aus dem Bündel der Vorschläge und möglicher Online-Marketing-Maßnahmen, die unterschiedliche Akteure an ihn herantragen, die besten herauszupicken. In der Realität ist es doch so, dass viele Marketingverantwortliche mit Vorschlägen geradezu bombardiert werden. Von Mitarbeitern, von neuen Agenturen, Partnern oder von der Hausagentur. Viele Marketingverantwortliche wissen aber gar nicht, wer an welcher Stelle wie viel verdient. In der Praxis sind häufig auch die Möglichkeiten der Erfolgsmessung nicht bekannt, die von den Agenturen präsentierten Kennzahlen werden gutgläubig als das Nonplusultra akzeptiert oder es werden schlicht die falschen Kennzahlen fokussiert. Das führt häufig zu Fehleinschätzungen von Vorschlägen und Empfehlungen. Die Folge ist der suboptimale Einsatz von Marketing-Budget – diplomatisch ausgedrückt. Merkst Du was? Und das ist nur ein Problem einer Online-Marketing-Konzeption. Mehr dazu in meinen Buch, welches seit 1. Februar auf Amazon erhältlich ist:

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Schluss mit der Verschwendung von Marketingbudgets. Online-Marketing-Konzeption-2019 lesen!

Online-Marketing-Konzept

Ein Online-Marketing-Konzept ist ein durchdachter Fahrplan. Dieser Fahrplan ermöglicht den optimalen Einsatz von Marketingbudgets vor dem Hintergrund zuvor definierter Ziele. Der Prozess der Online-Marketing-Konzeption beschreibt den Weg zum Konzept.

Schluss mit der Verschwendung von Marketingbudgets. Heute ist die neue Auflage meines Bessellers „Online-Marketing-Konzeption“ erschienen. Auch im vergangenen Jahr hat sich wieder viel getan im Online-Marketing. Google hat den Mobile-First-Index eingeführt und AdWords in Google Ads umbenannt. Amazon stellt Vendor Express ab Januar 2019 ein. Facebook integrierte den Atlas AdServer in die eigenen Lösungen und stellt Atlas als eigenständiges Produkt ein. YouTube verbessert die Werbemöglichkeiten um interessante Performance-Aspekte – um nur einige Beispiele zu nennen. Darauf habe ich natürlich reagiert und heute die vierte Auflage meines Buches „Online-Marketing-Konzeption“ vorgelegt. Die Auflage 2019 wurde gründlich überarbeitet. Sie verfügt, aufgrund eines Leserhinweises, nun über QR-Codes, mit deren Hilfe die Zusatzinhalte und die zum Buch gehörenden Screencasts „vom Sofa aus“ mit dem Handy oder dem Tablet genutzt werden können.

Besonderen Widerhall fand in den vorangegangenen Auflagen das Kapitel »Das Controlling-Konzept als Bestandteil der Online-Marketing-Konzeption«. Eine wirklich gute Online-Marketing-Konzeption verbessert ihre Ergebnisse permanent selbst. Um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess zu erreichen, muss es zwingend ein aussagefähiges Controlling und ein regelmäßiges Reporting geben. Es ist daher ausgesprochen sinnvoll, bereits während der frühen Phasen der Online-Marketing-Konzeption darüber nachzudenken, wie das Controlling im Detail aussehen muss, um den Effekt eines »permanenten Verbesserungsprozesses« zu erreichen. Anlässlich der zahlreichen positiven Leser-Rückmeldungen zu diesem Gedanken, habe ich die entsprechenden Vorschläge in der 4. Auflage verfeinert und weiter ausgearbeitet.

Mein Buch gibt es bei Amazon:

 

 

und bald auch bei KNV https://shop.buchkatalog.de/, sowie im stationären Buchhandel.

3-Amazon-Programme

Ist Amazon eine Suchmaschine? Oder was?

Update Janaur 2019

2015 war das Jahr von Amazon als Suchmaschine. Im Laufe des Jahres erschienen ein gutes Dutzend Artikel und Blogbeiträge mit Titeln wie: „Amazon – das neue Google“ oder „Amazon – vom virtuellen Marktplatz zur meistgenutzen Suchmaschine“. Zwei Studien aus dem Jahr 2015 begründen diese Entwicklung. Lt. Forrester starten 39 Prozent der US-Verbraucher den Online-Kauf eines Produktes bei Amazon.[1] Eine Studie von BloomReach aus dem gleichen Jahr kam sogar auf 44 Prozent.[2] In den vergangenen beiden Jahren scheint sich dieser Trend verstärkt zu haben. In einer jüngeren Befragung der Exeo Strategic Consulting sagten 53 Prozent: Wenn sie Produkte kaufen wollen, würden sie sich generell zuerst bei Amazon informieren. Nur 21 Prozent nannten Google. Eine von Diva-e im Dezember 2018 veröffentlichte Studie ergab sogar, dass 82 Prozent aller Deutschen ihre Suche nach Weihnachtsgeschenken direkt bei Amazon starten. Das ist Grund genug, sich das Phänomen „Amazon als Suchmaschine“ einmal genauer anzusehen.

Amazon wird für die Produktsuche in vielen Branchen immer wichtiger. „Das war vor fünf Jahren noch anders. Mittlerweile überlegen sich viele Onlinehändler, ob sie einen eigenen Onlineshop aufmachen oder ihre Produkte nur bei Amazon anbieten. Werden Produkte nur bei Amazon angeboten, so erübrigen sich im Online-Marketing-Mix Disziplinen wie Suchmaschinenoptimierung oder Affiliate-Marketing. Stattdessen müssen sich Händler, die sich für Amazon und gegen einen eigenen Onlineshop entschieden haben, mit der Frage beschäftigen, wie sie ihre Produkte innerhalb von Amazon prominent platzieren können. Denn das Angebot bei Amazon ist gigantisch. Einfach nur Produkte einstellen wird in den seltensten Fällen zum Erfolg führen.“[3]

Was genau ist Amazon?

Amazon startete 1995 als kleiner Online-Buchhandel. Heute ist Amazon weit mehr als das. Heute ist Amazon eine gigantische Handelsmaschinerie mit teilweise erschreckender Marktmacht. Aufgrund dieser Marktmacht ist Amazon heute in vielen Märkten auch eine Suchmaschine für Produkte. Aber der Reihe nach:

Gegründet wurde Amazon 1994 von Jeff Bezos. Etwa ein Jahr nach Gründung ging Amazon zunächst für ausgewählte Kunden in den Testbetrieb. Im Juli 1995 wurde das erste Buch an einen externen Kunden verkauft. Zwei Monate nach Aufnahme der Geschäftstätigkeit nahm Amazon pro Woche rund 20 000 US-Dollar ein. Etwa ein Jahr nach dem Verkauf des ersten Buches erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 15,7 Millionen US-Dollar. 1997 ging Amazon an die Börse und erzielte knapp 150 Millionen US-Dollar. Amazon hatte nun genügend Kapital für den weiteren Ausbau.

Trotz diverser Rückschläge, beispielsweise durch das Platzen der Internetblase um das Jahr 2000, entwickelte sich Amazon in den folgenden 20 Jahren zu einem gigantischen, innovativen Handelsunternehmen. Heute agiert Amazon weltweit und erwirtschaftet einen Umsatz von über 100 Milliarden US-Dollar. Amazon hat sich vom Online-Buchhändler zum Marktplatzbetreiber für ganz unterschiedliche Güter entwickelt. Das Unternehmen verfolgt mittlerweile eine Art „Shop for Everything“ Strategie. Und Amazon ist selbst Händler geworden. Denn mittlerweile bietet Amazon seine Plattform nicht nur anderen Händlern an, um in Form einer Vermittlungsprovision zu verdienen, sondern agiert auch selbst als Käufer und Verkäufer. Dazu in den folgenden Abschnitten mehr.

Deutschland ist für Amazon ein wichtiger Markt. Das ist alleine schon daran erkennbar, dass Deutschland im Amazon Geschäftsbericht nach den USA als zweitstärkster Markt separat ausgewiesen ist. In Deutschland erzielte Amazon 2015 laut Geschäftsbericht[4] 11,8 Milliarden US-Dollar Umsatz. Je nach Umrechnungskurs sind das rund 10,7 Milliarden Euro. Das wären 26 Prozent der B2C E-Commerce-Erlöse, die der Handelsverband HDE für das gleiche Jahr mit 41 Milliarden[5] angibt. Das würde bedeuten, dass Amazon in Deutschland an rund einem Viertel des gesamten B2C E-Commerce Umsatzes beteiligt ist.

Real dürfte die Marktmacht von Amazon aber noch größer sein. Laut Marketplace Analytics, der nach eigenen Angaben führenden Analyseplattform für Hersteller und Händler auf Amazon, lag die Zahl der Amazon-Anbieter in Deutschland bei rund 40.000. Diese haben in 2014 bis zu 11 Milliarden Euro Einnahmen über den Amazon-Marktplatz erwirtschaftet.

Amazon ist heute nicht nur Betreiber von Marktplätzen, Logistikdienstleister oder Produkt-Suchmaschine, sondern agiert teilweise auch selbst als Händler, was von manchen Händlern kritisch gesehen wird. In den folgenden Abschnitten werden die wesentlichen Programme von Amazon kurz erläutert.

Programme bei Amazon (Optionen)

Im Wesentlichen bietet Amazon derzeit zwei Programme für Händler: „Verkaufen bei Amazon“ und zusätzlich „Versand durch Amazon“.  Bei „Versand durch Amazon“ übernimmt Amazon die Logistik. Das bedeutet,  die Ware wird vom Händler zunächst in einer entsprechenden Losgröße an Amazon gesendet. Amazon lagert die Ware ein und versendet sie bei Bestellung an den Endkunden. Der Händler spart also die kleinteilige Logistik und die Lagerhaltung. Wobei – das Wort „spart“ trifft es nicht ganz. Amazon lässt sich diese Logistikdienstleistung natürlich bezahlen.

Hinzu kommt die Option, bei Amazon auch Werbung zu schalten für seine Produkte. Das kann unter bestimmten Konstellationen vorteilhaft sein. Datails dazu finden Sie hier: https://services.amazon.de/programme/werbung/ueberblick.html

Die beiden zuvor genannten Programme sind wohl die bekanntesten. Daneben gab es bis Frühjahr 2018 noch das Programm „Amazon Vendor Express“. Bei diesem Programm trat Amazon selbst als Händler auf. Amazon kauf Ware von Herstellern oder Großhändlern und vertreibt diese Ware im eigenen Marktplatz. Ab Mai 2018 nimmt Amazon keine Bestellungen mehr von „Vendor Express“-Partnern an. Zum 1. Januar 2019 wird der Service dann komplett eingestellt. Das Programm, zu dem sich Händler selbst anmelden konnten, wurde 2015 eingeführt. Es war primär für kleinere Unternehmen mit neuen Produkten gedacht, die sich nicht für das „Amazon Vendor Central“-Programm qualifizieren konnten. Zum klassischen „Vendor Central“-Programm lädt Amazon nur selbst ausgewählte Hersteller und Händler ein. Amazon empfiehlt den kleineren Händlern nun den Wechsel ins „Verkaufen bei Amazon“-Programm.

Wenn man so will, macht Amazon den Händlern, die auf dem Marktplatz ihre Ware verkaufen, Konkurrenz. Immer wieder mal wird Amazon für dieses Verhalten von Händlern kritisiert. Händler werfen Amazon vor, „auf Kosten“ der Händler auszuprobieren, welche Produkte im Marktplatz gut laufen und dann die Händler auszuboten, indem die Produkte in das eigene Handelssortiment aufgenommen würden. Ob diese Kritik begründet ist, möchte ich an dieser Stelle nicht diskutieren. Persönlich sind mir Händler bekannt, die durch Amazon viel Geld verdienen – aber auch Händler, die kein gutes Haar an Amazon lassen.

In der Folge werden die drei angesprochenen Amazon Programme näher besprochen. Informationen über weitere Programme von Amazon finden Sie auf der Amazon Programmübersicht.[6]

Verkaufen bei Amazon

Ein professioneller Verkäuferzugang auf der Amazon Plattform kostet im August 2016 gerade mal 39 Euro zzgl. MwSt. monatlich. Der erste Monat ist sogar kostenfrei.

Händler, die dieses Programm nutzen möchten, können nach der Registrierung gleich loslegen und Produktdaten bereitstellen. Diese können entweder manuell oder mithilfe spezieller Tools, die von Amazon bereitgestellt werden, auf den Amazon Marktplatz übertragen werden. Dabei ist dies nicht nur auf Amazon Deutschland beschränkt. Produkte können auf allen europäischen Marktplätzen angeboten werden, also amazon.de, amazon.co.uk, amazon.fr, amazon.it und amazon.es.

In der Theorie können Händler, die dieses Amazon Programm nutzen, natürlich mit einem Schlag eine gigantische Reichweite erlangen. Täglich besuchen Millionen von potentiellen Kunden die Amazon Marktplätze, um Produkte zu kaufen, nach denen sie suchen. In der Praxis gibt es aber natürlich auf den Marktplätzen von Amazon eine große Konkurrenz. Von anderen Händlern und gegebenenfalls von Amazon selbst. Dazu später mehr.

Nachdem ein Endkunde auf Amazon Ware eines Händlers gekauft hat, erhält der Händler eine Benachrichtigung und muss die Ware versenden. Der entsprechende Kaufpreis geht zunächst an Amazon und wird dem Händler regelmäßig gutgeschrieben. Dabei werden die Verkaufsprovisionen von Amazon in der Regel abgezogen. Amazon bietet unterschiedliche Preismodelle für Händler. In der Regel zahlen Händler pro verkauften Artikel eine kategorieabhängige Verkaufsgebühr. Diese liegt mit Stand August 2016 beispielsweise bei 15 Prozent in der Kategorie Auto & Motorrad, bei 10 Prozent in der Kategorie Fahrrad und bei 7 Prozent in der Kategorie Computer. In einigen Kategorien wird eine Mindestverkaufsgebühr pro Artikel erhoben.

Details zum Amazon Programm „Verkaufen bei Amazon“ finden Sie hier: https://services.amazon.de/programme/online-verkaufen/merkmale-und-vorteile.html

Versand durch Amazon (Fulfillment by Amazon, FBA)

Beim Programm „Versand durch Amazon“, besser bekannt unter FBA, übernimmt Amazon zusätzlich zu den oben genannten Leistungen die Lagerhaltung und die Distributionslogistik. Amazon betreibt alleine in Deutschland acht Logistikzentren. Nähere Informationen dazu finden Sie hier: http://www.amazon-logistikblog.de/standorte/. Aus Sicht eines Händlers kann es daher sehr interessant sein, das Amazon FBA zu nutzen. Denn mit acht Logistikzentren lässt sich natürlich eine bedeutend schnellere und kundenfreundlichere Logistik bewerkstelligen, als wenn alles aus einem Zentrallager heraus  versendet werden müsste. Sicherlich ist auch ein Zentrallager kein Problem, wenn der Kunde Lieferzeiten von ein bis zwei Tagen akzeptiert. Aber der allgemeine Trend geht eher in Richtung kürzerer Lieferzeiten.

Es ist daher auch nicht verwunderlich, dass Amazon Prime auch in Deutschland auf dem Vormarsch ist. Für einen Mitgliedsbeitrag von 49 Euro pro Jahr bietet Amazon seinen Kunden eine Reihe von Vorteilen. Dazu zählt auch der kostenfreie Premiumversand für sehr viele Artikel und die Zustellung bis 12 Uhr am Werktag (Express-Versand) nach Versand gegen Aufpreis von 5 Euro (Normalpreis 10 Euro). Weltweit wächst die Anzahl der Prime Mitglieder deutlich, was ein klares Signal der Kunden an Online-Händler ist. Laut Marktforschungsberater Millward Brown Digital[7] soll Amazon Prime in den letzten 12 Monaten um rund 53 Prozent zugelegt haben. Amazon selbst hält sich, was die konkreten Zahlen angeht, bedeckt und achtet auf Stillschweigen.

Zum Programm schreibt Amazon auf der entsprechenden Website:[8]

„Versand durch Amazon“ Millionen neuer, loyaler Prime-Kunden in Deutschland und Europa und profitieren Sie von Amazons schneller und zuverlässiger Logistik mit Kundenservice in Landessprache.

Schicken Sie Ihre Produkte einfach an ein Amazon-Logistikzentrum. Wir lagern Ihren Bestand und entnehmen Ihre Artikel dem Lager, verpacken und versenden Bestellungen Ihrer Kunden EU-weit.“

Der letzte Absatz dieses Zitats macht einen weiteren Vorteil von Amazon FBA deutlich: Der zeitnahe EU-weite Versand. Für Händler, die gerne international verkaufen würden und auch international kurze Lieferzeiten bieten möchten, kann Amazon FBA eine spannende Alternative sein.

Natürlich erbringt Amazon diese Leistungen nicht kostenfrei. Details zur Preisgestaltung können Sie hier finden: https://services.amazon.de/programme/versand-durch-amazon/preisgestaltung.html

Amazon Vendor Express

Wie erähnt wird dieses Programm zum 1. Januar 2019 komplett eingestellt. Amazon empfiehlt den kleineren Händlern nun den Wechsel ins „Seller Central“-Programm (Verkaufen bei Amazon).

Amazon Vendor Central

Verkauft ein Hersteller oder Großhändler über Amazon Vendor Central, wird er first-party Verkäufer genannt. Er handelt wie ein Lieferant und verkauft seine Ware in großen Mengen an Amazon. Amazon wird Eigentümer der Ware und übernimmt somit auch die Verantwortung für Marketing, Verkauf und Preisgestaltung. Das hat Vorteile, aber auch Nachteile. Ein Nachteil ist sicherlich, dass der Hersteller oder Großhändler nicht mehr in direktem Kontakt zu seinen Kunden steht. Je nach Marktkonstellation kann daher eine gewisse  Abhängigkeit von Amazon entstehen. Auch die Preishoheit gibt der Hersteller ab. Da die Ware an Amazon verkauft wurde, kann Amazon i. d. R. auch den Preis frei bestimmen. Dem gegenüber stehen einige Vorteile. Viele Konsumenten vertrauen eher einem first-party Verkäufer als einem third-party Händler. Das könnte sich ggf. positv auf die Verkaufszahlen auswirken. Außerdem haben Unternehmen die über Vendor Central verkaufen die Möglichkeit, an unterschiedlichen Marketing Programmen wie Subscribe & Save oder Amazon Vine teilzunehmen und  sogenannten A+ Content auf ihren Produktseiten einzubauen. A+ Content ist eine Erweiterung zur basis Produktbeschreibung und bietet die Möglichkeit, weitere Features und Vorteile des Produktes zu erklären bzw. auch zusätzliche Produktfotos zu ergänzen. Auch diese Maßnahme könnte sich durchaus positv auf die Verkaufszahlen auswirken.

Vendor Central verläuft ausschließlich über Einladung und ist vor allem für Hersteller, größre Manufakturen und bekannte Marken gedacht. Einen Einstieg mit spartanischen Informationen finden Sie hier:  https://sellercentral.amazon.de/.

Grundlegende Problematik der drei Programme aus Sicht unabhängiger Händler

Mit dem Programm „Amazon Vendor Express“ wird Amazon vom Plattformbetreiber und Vermittler zum Händler. Es gibt Händler, die nun befürchten, Amazon könnte die eigenen Angebote beim Ranking auf den jeweiligen Marktplätzen bevorzugen. Es wird also ein Interessenskonflikt unterstellt, weil Amazon Plattformbetreiber und zugleich Händler auf dem Marktplatz ist. Ob dieser Interessenskonflikt real besteht, vermag ich nicht zu sagen. Betrachtet man die jeweiligen Businesscases der drei Programme und vergegenwärtigt sich, wo und wie viel Amazon jeweils verdient, dann kann man zumindest nachvollziehen, weshalb es Händler gibt, die Amazons Vorstöße nicht vorbehaltlos positv sehen.

 

ProgrammBusinessmodell
Verkauf bei AmazonAmazon erhält mit Stand August 2016 eine Pauschale und eine erfolgsabhängige Vertriebsprovision. Das Handelsrisiko trägt der Händler.
Versand durch AmazonWie bei Verkauf bei Amazon, jedoch zusätzlich eine Vergütung der Logistikdienstleistung.
Amazon Vendor CentralAmazon erhält die Handelsmarge, also die Differenz zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis. Das Handelsrisiko trägt Amazon.

 

Tabelle Programme bei Amazon und grobes Businessmodell dahinter

Nachdem die unterschiedlichen Geschäftsmodelle der drei Programme nun klar sind, kommen wir wieder zum Kernthema des Kapitels „Amazon als Suchmaschine“: Die eigentliche Suche auf einem der Amazon Marktplätze. Amazon arbeitet, wie Google auch, mit starker Automatisierung und ist von Algorithmen getrieben. Beispielsweise vergibt Amazon die Spitzenplätze der Suchergebnisse in den viel geklickten Buy-Boxen unter den Warenkörben automatisiert per Algorithmus. Die Suchergebnisseite einer Produktsuche wird ebenfalls durch einen Algorithmus bestimmt. Diese Algorithmen sind, wie bei Google auch, geheim. Theoretisch und praktisch wird sich der jeweilige Algorithmus aus allen drei Quellen bedienen. Die folgende Abbildung veranschaulicht den Sachverhalt.

Amazon Programme im Vergleich

Amazon Programme im Vergleich

Nun meine Fragen: Wären Sie Amazon, welche Produkte würden Sie zuerst anzeigen? Welche Produkte würden Sie an einer exponierten Stelle einblenden, wenn sie mehrere zur Auswahl haben? Die Produkte, bei denen Sie am meisten verdienen? Oder andere? Da der Algorithmus ja geheim ist, kann Ihnen niemand in die Karten sehen. Was werden Sie tun?

Natürlich waren die Fragen aus dem vorangegangenen Absatz rein rhetorisch gemeint. Fakt ist: Der Marktplatz wird zur Suchmaschine und vergibt Spitzenplätze nach geheimen Algorithmen. Jemand wird Gewinner und jemand wird Verlierer sein. Aus heutiger Perspektive darf daher vermutet werden, dass Amazons Geheimniskrämerei in Zukunft Gerichte beschäftigen wird.

Weiter mit Teil 2 dieses Artikels – hier klicken.

[1] Vgl. http://www.wsj.com/articles/google-preps-shopping-site-to-challenge-amazon-1418673413, Abruf 20.11.2018

[2]     Vgl. http://marketingland.com/amazon-is-the-starting-point-for-44-percent-of-consumers-searching-for-products-is-search-losing-then-145647,

[3]     Vgl. Lammenett, E. (2016). Online-Marketing-Konzeption – 2016. O.O.: CreateSpace Independent Publishing Platforms. Siehe: https://www.amazon.de/dp/1532834691

[4]     Vgl. http://phx.corporate-ir.net/phoenix.zhtml?c=97664&p=irol-reportsannual, Abruf 20.11.2018

[5]     Vgl. http://www.einzelhandel.de/index.php/presse/zahlenfaktengrafiken/item/110185-e-commerce-umsaetze, Abruf 20.11.2018

[6]     https://services.amazon.de/programme.html, Abruf 20.11.2018

[7]     Vgl.   https://www.millwardbrowndigital.com/news/amazon-prime-membership-booms/, Abruf 20.11.2018

[8]     Vgl. https://services.amazon.de/programme/versand-durch-amazon/merkmale-und-vorteile.html, Abruf 20.11.2018

 

In eigener Sache: Seit 1. Februar 2019 am Markt. Die 4. Auflage meines Buches:

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Praxiswissen Online-Marketing, 7. Auflage

Aktuell arbeite ich in Abgeschiedenheit an der 7. Auflage meines Buches „Praxiswissen Online-Marketing“ – https://www.amazon.de/gp/product/3658154934/. Ich mache das auf Lanzarote. Das ist sehr effizient. Morgens 5 Std. Mittags 2 Std. Radausfahrt. Dann nochmal 5 Std. bis ich nicht mehr kann. Einige Bilder und Kurzvideos zu den Radausfahrten habe ich auf Instagram geposted. Wer möchte… hier der Link zum Reisebericht: http://www.lanzarote-individual.de/gaeste-berichten/ferienhaus-in-arrieta-auf-lanzarote-eine-gute-wahl.html

Im Rahmen der Arbeiten habe ich nun auch die beiden Übersichten zu E-Mail Marketing Software und zu SEO-Software überarbeitet. Dank der netten Co-Autorin Meike Tobien von der Firma GRÜN alpha GmbH, ging das diesmal auch alle schneller, als bei den Auflagen vorher. Hier schon mal vorab die Links…

https://www.lammenett.de/e-mail_marketing_software-aufl-7_praxiswissen-online-marketing-a3

https://www.lammenett.de/seo-tools_aufl-7_praxiswissen-online-marketing-a3

Amazon Programme im Vergleich

Teil 2 des Artikels: Ist Amazon eine Suchmaschine? Oder was?

Um als Händler erfolgreich Produkte auf einem Amazon Marktplatz verkaufen zu können, muss man dafür sorgen dass seine Produkte auf dem Marktplatz gut sichtbar sind. Im Idealfall vor den Produkten der Mitbewerber. Um dieses zu erreichen muss man verstehen, wie der Amazon Algorithmus und damit die Amazon-Suchmaschine funktioniert. Das ist schwierig, weil ja keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen. Es muss vermutet und spekuliert werden. Es muss getestet und experimentiert werden. Aber so ist es beim berühmten Google Algorithmus ja auch. Niemand kennt den Algorithmus wirklich – außer Google natürlich. Google gibt ab und zu Hinweise auf Faktoren, die den Algorithmus beeinflussen. Aber das ist auch schon alles. Das ganze Ausmaß des Algorithmus ist nicht bekannt.

In der Folge gehe ich auf einige Aspekte ein, die das Ranking auf Amazon vermutlich beeinflussen. Die Ausführungen erheben keinerlei Anspruch auf Vollständigkeit. Sie sind zwar logisch nachvollziehbar, doch nicht gesichert im Sinne von verifizierter Tatsache.

Grundsätzliche Handlungsparameter

Im Kern gibt es zwei Optimierungsansätze für Händler, wollen sie in der „Suchmaschine“ Amazon gut positioniert sein. Für welchen Händler und für welche Produktgruppe welcher Ansatz richtig ist, hängt vom Einzelfall ab.

Zum einen ist das die Ranking-Optimierung und zum zweiten die sogenannte Buy Box Optimierung. Was die Buy Box ist, habe ich im Teil 1 dieses Artikels besprochen. Bei der Ranking-Optimierung geht es um die Beeinflussung der Suchergebnisseite von Amazon. Gibt ein Besucher ein bestimmtes Keyword in die Suchmaske ein, werden ihm in der Regel pro Seite 20 bis 40 Produkte angezeigt. An welcher Position und auf welcher Seite ein Produkt erscheint, entscheidet der Algorithmus. Dieser Algorithmus ist wesentlich übersichtlicher als der Google Algorithmus. Dennoch hat sich mittlerweile der Begriff Amazon SEO etabliert, der die Ranking-Optimierung für den Amazon Marktplatz beschreibt.

Bei der Ranking-Optimierung spielen unterschiedliche Faktoren eine Rolle. Bei Amazon sind das beispielsweise die Klickrate und der Absatz. Diese Faktoren werden u.a. durch die Darstellung der Produkte beeinflusst. Mit Darstellung in diesem Kontext sind die Qualität der Produktbilder und der Werbetexte gemeint. Ferner spielen auch die verwendeten Keywords und deren Einbettung auf der Produktseite eine Rolle.

Bei der Buy Box Optimierung sind die genauen Faktoren, nach denen Amazon die Händler der Buy Box hinzufügt, nicht bekannt. Bisweilen ist zu lesen, das sowohl der Preis als auch die Verfügbarkeit eine Rolle spielen. Das sind vermutlich aber nicht die einzigen Faktoren.

Stellschrauben – ein Überblick

Keyword-Analyse

Wie bei der Optimierung für Google auch, ist erster und zentraler Punkt bei Amazon SEO die Recherche und Auswahl geeigneter Keywords für ein Produkt. Sind passende und relevante Keywords beim Produkt hinterlegt, so steigt die Sichtbarkeit des Produkts auf der Suchergebnisseite von Amazon bei adäquaten Suchanfragen. Wo die recherchierten Keywords zu hinterlegen sind, erfahren Sie im nächsten Abschnitt.

Platzierung der Keywords und Optimierung der Texte

Grundsätzlich ist die Platzierung geeigneter Keywords vergleichbar mit der Platzierung von Keywords bei der Google Optimierung. Folgende Positionen sind von Bedeutung:

  • Der Titel hat für das Ranking eine Bedeutung. Es empfiehlt sich, im Titel passende und häufig gesuchte Keywords zu verankern.
  • Die allgemeinen Schlüsselwörter, welche man im Seller Central eintragen kann haben ebenfalls eine Bedeutung für das Ranking und sollten häufig gesuchte, passende und relevante Keywords enthalten. Die Schlüsselwörter werden auf der Produktseite nicht ausgegeben.
  • Natürlich haben die Produktattribute und der Produkttext ebenfalls eine Relevanz für das Ranking bei Amazon.

Es empfiehlt sich allerdings nicht, Keywords ständig zu wiederholen. Beim der Optimierung der Produkttexte und -Attribute geht es vielmehr darum, die Texte so zu gestalten, dass sie „verkaufen“. Im Idealfall sind sie so geschrieben, dass die für einen Leser eine verkaufsfördernde Wirkung haben und für den Algorithmus von Amazon eine rankigförderden Wirkung. Diese Aussage kommt Ihnen bekannt vor aus der Suchmaschinenoptimierung für Google? Stimmt. Denn auch bei der Google SEO ist die Art und Weise der Texterstellung von Bedeutung.

Texte mit verkaufsfördernder Wirkung enthalten in der Regel ein oder mehrere Nutzenversprechen. Um es mit den Worten von Philip Kotler zu sagen: „Man verkauft immer nur Nutzen, nie ein Produkt“.

Ganz wichtig im Verkaufsprozess sind sicherlich die Produktbilder. Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Und mehrere gute und qualitativ hochwertige Bilder sagen dann möglicherweise mehr als etliche tausend Worte. Es ist wissenschaftlich nachgewiesen, dass gute Produktbilder und auch Produktvideos einen positiven Einfluss auf die Abverkaufszahlen in Online-Shops haben. Das dürfte bei Amazon nicht anders sein. Professionelle und durchdachte Produktbilder steigern in der Regel die Coversion Rate – vorausgesetzt der Preis ist im Rahmen. Damit wären wir beim nächsten wichtigen Punkt: Dem Preis.

Ein wettbewerbsfähiger Preis trägt ebenfalls zu einem guten organischen Ranking bei. Für Händler macht es durchaus Sinn, sich im Vorfeld über das Preisgefüge auf dem Amazon Marktplatz zu informieren. Auch Experimente mit unterschiedlichen Preisen sind sicherlich ein Mittel, um ein Gefühl für einen optimalen Angebotspreis auf der Plattform zu entwickeln.

Die Amazon Rezensionen können den Verkauf eines Produktes ebenfalls positiv beeinflussen. Gut möglich, dass sie auch einen Einfluss auf das Ranking haben. Denn gut bewertete Produkte verkaufen sich besser als schlecht bewertete. Amazon verdient nur, wenn verkauft wird. Ergo hat Amazon ein Interesse, gut bewertete Produkte zu Präsentieren. Sie verkaufen sich schneller und besser. Dementsprechend ist es wichtig, auf negative Rezensionen schnell und professionell zu Reagieren.

Auch die Nutzung vom Versandservice FBA soll laut einigen Experten einen positiven Effekt auf das Ranking haben. FBA Produkte sind in der Regel schneller beim Kunden. Da die Anzahl der Amazon Prime Mitglieder in den letzten Jahren stark gestiegen ist, werden immer mehr FBA Produkte bevorzugt gekauft. Denn schnelle Lieferung ist für Prime Mitglieder ja nicht mit Zusatzkosten verbunden.

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Cooles Tool entschlüsselt not provided Keywords

Lange ist es her, da zeigte Google noch die die organischen Keywords in Google Analytics. Dann wurde alles anders. Plötzlich wurden die organischen Keywords unter „not provided“ zusammengefasst. Zum Ärger vieler SEOs. Ein neues Tool, der Keyword Hero, verspricht nun, die genauen Suchbegriffe in Google Analytics wieder sichtbar zu machen und damit „not provided Problem“ zu lösen. Einfach Tool mit GA und Serach Console verlinken – verspricht deren Werbung. Werde ich mir sicher die Tage mal genau ansehen. Bin gespannt.

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Searchmetrics allgemeine Rankingfaktoren nichts mehr wert? Wird jetzt alles anders?

Suchmaschinenoptimierung ist in den vergangenen beiden Jahren deutlich vielfältiger und komplexer geworden und ist auch aktuell mächtig in Bewegung. Das kann Segen und Fluch zugleich sein. Doch egal wie man es auch wendet – Suchmaschinen liefern im Normalfall immer noch den conversion-stärksten Besuchertraffic überhaupt. Kaum ein Unternehmen wird auf diesen Traffic verzichten wollen.

Recap

In meinen Buch „Online-Marketing Konzeption“, welches im Januar 2017 in der 2. Auflage erschien, bin ich auf die vielfältigen Änderungen und Ursachen eingegangen. Hier die wichtigsten Änderungen der jüngeren Zeit im Schnelldurchgang:

Mobile: 2015 verzeichnete Google erstmalig mehr Anfragen von mobilen Endgeräten als von Desktop-PCs. Durch die verstärkte Nutzung des mobilen Internet verändern sich auch das Benutzerverhalten und die Benutzererwartungen. Das wirkt sich besonders auf Suchmaschinenmarketing aus. Schon 2013 kündigte Google an, dass Webseiten, die eine schlechte mobile Ansicht liefern, bald im Ranking nach unten rutschen werden.

Nutzersignale: Zukünftig ist damit zu rechnen – da ist die Fachwelt sich einig – dass die Bewertung von Nutzersignalen beim Ranking stärker berücksichtigt wird. Die Berücksichtigung von Absprungraten und Verweildauer im Ranking-Algorithmus ist, lt. einigen Experten, erst der Anfang.

Wirklich relevanter Content: Google möchte seinen „Kunden“ relevante Suchergebnisse liefern. Um Relevanz beurteilen zu können, muss der Inhalt einer Seite verstanden werden. Genau das versucht Google mehr und mehr zu erreichen. Google will Inhalte wirklich verstehen, statt sie nur statistisch auszuwerten. Die Forschung in diesem Bereich macht Fortschritte und geht weit über WDF*IDF hinaus.

Veränderung bei der Produktsuche: Stichwort Amazon als Suchmaschine. Bitte sehen Sie hierzu meinen Blogbeitrag „Ist Amazon eine Suchmaschine? Oder was?„ unter http://www.lammenett.de/suchmaschinenoptimierung/ist-amazon-eine-suchmaschine-oder-was.html

Backlinks: Seit 2014 wird auch in Deutschland die Bedeutung von Backlinks stark in Frage gestellt.

Das Zusammenspiel zwischen Search und Social: Ein Indiz dafür, dass es zu einem engeren Zusammenspiel kommen wird, ist die im Februar 2015 besiegelte Partnerschaft zwischen Google und Twitter. Auch die im Dezember 2016 erschienenen Studie von Searchmetrics attestiert den sogenannten Social Signals wieder eine hohe Korrelation zur Ranking-Position.

Ein weiteres Indiz für deutliche Veränderungen im Bereich der Suchmaschinenoptimierung ist die jüngste Ankündigung der Firma Serachmetrics, ihre Ranking-Faktoren- Studie[1] nicht mehr wie bekannt fortzuführen. Searchmetris schreibt dazu Pauschale Ranking-Faktoren gibt es in der Form nicht mehr. Heute existieren für einzelne Industrien, im Prinzip sogar für jede Suchanfrage differierende Ranking-Faktoren, die sich fortwährend ändern. Der Grund dafür liegt in der Entwicklung und Anwendung von Machine-Learning-Algorithmen, die in die Bewertung von Websites und von Suchanfragen durch Google einfließen.“

Offenbar tun sich bei der SEO-Arbeit weitere gravierende Änderungen auf. Allgemeine Ranking Faktoren verlieren immer mehr an Bedeutung, seitdem Google flächendeckend künstliche Intelligenz (RankBrain) zur Evaluierung von Inhalten nutzt. Nicht mehr bloß das einzelne Keyword ist zukünftig entscheidend für den SEO-Erfolg, sondern der Kontext der Suchanfrage. Viele Marketeers, die sich in der Vergangenheit mit SEO befasst haben, befürchten nun, dass ein völliges Umdenken erforderlich ist. Doch wird wirklich alles anders?

Wird jetzt alles anders?

Da muss man als SEO-Mann zunächst einmal schlucken. Es gibt also keine universell gültigen Rankingfaktoren für alle Bereiche und Branchen mehr. Das liest sich zunächst einmal ganz furchtbar. Denn das bedeutet, dass Arbeiten und Maßnahmen, die für Kunde (oder Web) X durchgeführt werden und erfolgreich sind, für Y nicht zum Erfolg führen müssen. Es wird zukünftig nicht mehr nur einen erfolgreichen SEO-Mix geben, sondern viele verschiedene. Und die werden auch noch im ständigen Wandel sein. Welch ein grausames Szenario. Insbesondere, weil Search nach wie vor ein wichtiger Teil der Customer Journey ist und es wohl auch bleiben wird. Kaum ein Unternehmen kommt darum herum, sich mit dem Thema intensiv zu befassen.

Was genau bedeutet das denn für die bis Dato erlernten SEO-Methoden? Was ist mit dem guten alten SEO, welches im Kern aus den Bausteinen „Keyword-Analyse“, „Onsite-Optimierung“ und „Offsite-Optimierung“ besteht? Aktuell gibt es noch haufenweise Literatur, auch neueren Datums, welche SEO nach dieser Systematik abarbeitet. Dabei untergliedert sich die Onsite-Optimierung zumeist in inhaltliche Maßnahmen, strukturelle Maßnahmen und technische Maßnahmen (technische SEO).

Die gute Nachricht: Falsch ist das in der Vergangenheit erlernte nicht. Die Gewichtung verschiebt sich, und die Wahrheit kommt häufiger ans Licht (bzw. auf die oberen Plätze der SERP). Der Satz kommt Ihnen merkwürdig und vage vor? Das stimmt wohl. Daher werde ich das in der Folge erläutern.

Technische Faktoren sind und bleiben eine Grundvoraussetzung für ein gutes Ranking. Damit sind alle Maßnehmen, die in der klassischen SEO-Literatur unter den Rubriken

  • Onsite-Optimierung->technische Aspekte der SEO
  • Onsite-Optimierung->Code-Qualität
  • Onsite-Optimierung->korrekte semantische Auszeichnung, etc.

zu finden sind, auch heute noch von hoher Relevanz.

Die Gewichtung der einzelnen Rankingfaktoren verschiebt sich und wird sich durch Machine-Learning-Algorithmen weiter verschieben. So wird die Offsite-Optimierung an Bedeutung verlieren und einzelne Aspekte der Onsite-Optimierung, wie z.B. sprechende Links, die Verwendung von Keywords im Title, usw werden je nach Bereich/Branche eine unterschiedlich hohe Bedeutung haben. Aber sie werden ihre Bedeutung nicht verlieren. Es ist also nach wie vor nicht falsch, in einem Title-Tag oder in eine H1 ein Keyword einfließen zu lassen, das man zuvor als relevant identifiziert hat. Falsch wäre es nur dann, wenn es im Text der Seite gar nicht um das geht, was das Keyword impliziert. Denn – und damit sind wir beim dritten Punkt des obigen Satzes – die Wahrheit kommt häufiger als Licht. Google wird zukünftig nicht mehr nur statische Signale, die sich ja hinter den einzelnen Tags und im Text verbergen analysieren, sondern Content-Relevanz und Nutzer-Erfahrung in den Vordergrund stellen. Dazu muss Google die Relevanz der gesamten Seite beurteilen. Um dieses zu erreichen, muss Google den Sinn der Seite verstehen. Hieran arbeitet Google. Je erfolgreicher Goolge wird, je sinnloser wird es sein, schlechten oder mittelmäßigen Content an neuralgischen Punkten, wie Title, H1, Meta-Description etc., mit Keywords zu versehen.

Auch die Strukturierung von Inhalten und die Bildung von Themenwolken, so habe ich es in meinen Veröffentlichungen immer genannt, behält ihre Bedeutung. In der SEO-Literatur ist der Themenbereich häufig zu finden unter

  • Onsite-Optimierung->Struktur der Website

In Bezug auf qualitativ hochwertigen Content erfährt die sinnvolle Strukturierung von Text über mehrere Textdokumente sogar eine Aufwertung. Durch die Bildung von Themenwolken entstehen quasi holistische Themencluster. Zukünftig sind holistische Inhalte ein wichtiger Content-Success-Faktor. Einfach ausgedrückt bedeutet dies, dass miteinander verwandte, relevante Begriffe zu einem Themenbereich oder zu ähnlichen, verwandten Themen über die Websitestruktur verbunden werden.

Auch in Bezug auf die

  • Onsite-Optimierung->inhaltliche Maßnahmen

wird nicht alles anders. Der Anspruch an die Qualität der Inhalte steigt. Das ist im Grunde alles. Gemessen wird Qualität an der Relevanz und am Nutzerinteresse.

Nach wie vor ist es so, dass eine gute Suchmaschinenoptimierung aus einem Bündel von Maßnahmen besteht. Die Erstellung von relevantem Content der hervorragend zur Intention und zum Bedarf der Nutzer passt, wird nur dann zu erstklassigen Positionen auf der SERP führen, wenn dieser eingebettet ist in eine technisch optimal umgesetzte Website und wenn er für Mensch und Suchmaschine leicht zugänglich und gut lesbar ist.

Fazit

Eigentlich wird nicht wirklich alles anders bei der Suchmaschinenoptimierung. Für Unternehmen, die ihr SEO in die eigenen Hände genommen haben, ändert sich weniger als für Agenturen, die für viele unterschiedliche Kunden/Branchen/Bereiche arbeiten. Denn der optimale SEO-Mix wird sich zukünftig von Branche zu Branche unterscheiden. Aber die Grundprinzipien guter SEO-Arbeit behalten Bestand. Lediglich ihre Gewichtung verändert sich.

[1] Searchmetrics, Rebooting Ranking-Faktoren Google.de, Dezember 2016

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Strategische Aspekte im Suchmaschinenmarketing

Im Suchmaschinenmarketing steckt viel Bewegung. Es ist wahrscheinlich aktuell die Teildisziplin des Online-Marketings, die mit den meisten Neuerungen und Veränderungen aufwartet. Seit drei Jahren erleben wir die Renaissance des aus den 1990er Jahren bekannten SEO-Mottos „Content is King“ – nur dass das Ganze heute unter dem Begriff „Content-Marketing“ firmiert und weitreichender ist. Das mobile Internet bringt neue Aspekte ein. 2013 kündigte Google an, dass Webseiten, die eine schlechte mobile Ansicht liefern, bald im Ranking nach unten rutschen werden. Seit 2014 wurde auch in Deutschland die Bedeutung von Backlinks stark in Frage gestellt. In den USA setzte ein Umdenken in Bezug auf Backlinks bereits etwas früher ein. 2015 hat Google die Videoanzeigen in das klassische AdWords integriert. 2016 wurde die rechte Spalte mit AdWords auf der SERP entfernt. Im Suchmaschinenmarketing gibt es quasi jedes Jahr Veränderungen mit weitreichenden Folgen.

2015 verzeichnete Google erstmalig mehr Anfragen von mobilen Endgeräten als von Desktop-PCs. Durch das mobile Internet kommen ein verändertes Benutzerverhalten und eine veränderte Benutzererwartung hinzu, die sich besonders auf das Suchmaschinenmarketing auswirken. Immer häufiger nutzen Konsumenten ihr Handy für die Suche nach Problemlösungen, Produkten oder Dienstleistungen. Diese Entwicklung ist noch nicht abgeschlossen. Aus strategischer Sicht bleibt daher abzuwarten, welche weiteren Veränderungen das Suchmaschinenmarketing wegen der Entwicklung im mobilen Internet erfahren wird.

—Exkurs

Der Text dieses Blogbeitrags stammt ursprünglich aus der 6. Auflage meines Bestsellers „Praxiswissen Online-Marketing“, die Anfang 2017 auf den Markt kommt. Das Buch kann hier schon vorbestellt werden: https://www.amazon.de/Praxiswissen-Online-Marketing-E-Mail-Marketing-Suchmaschinenmarketing-Facebook-Werbung/dp/3658154934/.

Zukünftig ist auch damit zu rechnen, dass die Bewertung von Nutzersignalen beim Ranking stärker berücksichtigt wird. Es gibt sogar Experten, die davon überzeugt sind, dass diesbezüglich eine ganz neue Optimierungskultur ent­stehen wird. Die Berücksichtigung von Absprungraten und Verweildauer im Ranking-Algorithmus ist erst der Anfang.

Weitere Veränderungen sind durch den Versuch von Google, Inhalte wirklich zu verstehen, statt sie nur statistisch auszuwerten, zu erwarten. Die Forschung in diesem Bereich macht Fortschritte und geht weit über WDF*IDF[1] hinaus.

Ebenfalls von strategischer Relevanz ist die Entwicklung bei der Produktsuche. Amazon hat sich in den letzten zehn Jahren vom Online-Buchhändler zu einem Marktplatz für eine recht breite Produktpalette entwickelt. Tatsächlich habe ich Kunden, die mittlerweile mehr Produkte über Amazon verkaufen als über eBay und den eigenen Online-Shop zusammen. Das liegt daran, dass heute viele Menschen, die nach einem Produkt suchen, die Suche nicht mehr bei Google beginnen, sondern gleich bei Amazon. Amazon wird in Teilbereichen zur Suchmaschine. Im Grunde haben die positiven Entwicklungen bei einigen Preissuchmaschinen und Vergleichsportalen einen ähnlichen Effekt. Die Konsumenten beginnen ihre Suche nicht mehr bei Google, sondern gehen direkt zur Preissuchmaschine. Derartige Entwicklungen werden das Suchmaschinenmarketing ebenfalls verändern. Die Frage wird sein, wie Google darauf reagieren wird.

Auch die Entwicklung von Facebook als Werbevermarkter wird das Suchmaschinenmarketing verändern. Im April 2007 erwarb Google die Firma DoubleClick für 3,1 Milliarden US-Dollar. DoubleClick bot Technologien und Dienstleistungen zur Schaltung von interaktiven Werbekampagnen an. Konkret ging es um das, was Google heute Display-Werbung nennt. Also digitale Werbung, vom einfachen Banner bis hin zu komplexen Richmedia-Werbeformaten. Die DoubleClick-Technologie integrierte Google in sein AdWords-Programm und verkaufte fortan auch Display-Werbung. Eben in dieses Geschäftsfeld stößt Facebook seit einigen Jahren sehr erfolgreich vor. Diese Entwicklung könnte aus strategischer Sicht zu weiteren Änderungen im Segment Suchmaschinenmarketing führen. Erfolg weckt Begehrlichkeiten.

Strategisch spannend dürfte auch das Zusammenspiel zwischen Search und Social werden. Ein Indiz dafür, dass es zu einem engeren Zusammenspiel kommen wird, ist die im Februar 2015 besiegelte Partnerschaft zwischen Google und Twitter. Bereits in der Vergangenheit arbeitete Google einmal mit Twitter zusammen. Die alte neue Partnerschaft des Suchmaschinen-Riesen Google und des sozialen Netzwerks Twitter sendet ein klares Signal für das Zusammenspiel von Search und Social. Auch wenn in den aktuellen Ranking Reports die sogenannten Social Signals als überbewertet gesehen werden, so muss man sich mittel- bis langfristig sicher darauf einstellen, dass sich die Zusammenarbeit der beiden Disziplinen SEO und SMM künftig nicht mehr vermeiden lässt, wenn Unternehmen in einer von beiden Erfolg haben wollen.

Auch die gezielte Entwicklung und konsequente Führung einer digitalen Marke wird strategisch immer bedeutender. In vielen Branchen standen jahrelang Elemente des Performance-Marketings im Zentrum des Online-Marketing-Mix. Im Klartext waren das Affiliate-Marketing und Keyword-Advertising. Ich erinnere mich noch gut an die Zeiten, in denen ich einen Klick auf „Rechtschutzversicherung“ für 50 Cent einkaufen konnte. Heute geht der Klick in Richtung 5 Euro und mehr. Heute ist in fast jeder der von mir betreuten AdWords-Kampagnen der Markenname das „beste Keyword im Stall“. Unternehmen, die in der Vergangenheit nur auf Performance-Marketing gesetzt haben und Branding außer Acht gelassen haben, sind heute in vielen Bereichen im Nachteil. Zukünftig werden solche Unternehmen noch mehr Probleme bekommen, sich überhaupt noch behaupten zu können. Denn die Luft im Performance-Marketing wird immer dünner. Über die Jahre ist der Wettbewerbsdruck im Performance-Marketing auf breiter Ebene gestiegen. Affiliate-Marketing krankt. Und AdWords und Co. sind schon heute für viele Marktteilnehmer nicht mehr rentabel.

Suchmaschinenmarketing ist in den vergangenen Jahren deutlich vielfältiger und komplexer geworden. Das kann Segen und Fluch zugleich sein. Doch egal, wie man es auch wendet – Suchmaschinen liefern noch den conversion-stärksten Besuchertraffic überhaupt. Bei allem Gerede über Social Media, Facebook und Co. sollte nicht vergessen werden, dass Personen, die in einer Suchmaschine aktiv sind, ein latentes Bedürfnis haben, welches befriedigt werden will. Egal, ob dies ein Informations- oder ein Kaufbedürfnis ist. Nirgends im Netz kann kauf- und transaktionsaffiner Besuchertraffic so effizient abgegriffen werden wie über eine Suchmaschine. Darum wird Suchmaschinenmarketing, gleich in welcher Form, noch lange eine exponierte Stellung im Marketing-Portfolio vieler Unternehmen haben.

[1] Vgl. https://de.onpage.org/wiki/WDF*IDF, Abruf 18.11.2016.

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SEO: Geschwindigkeit als Rankingfaktor

Seit dem Jahr 2010 bezieht Google die Ladegeschwindigkeit einer Webseite in den Ranking-Algorithmus ein. Wie in sehr vielen Fällen ist jedoch im Detail unklar, welchen Stellenwert die Ladegeschwindigkeit im Set der rund 200 Rankingfaktoren hat. Zu Anfang sollte sie wohl lediglich im englischsprachigen Raum, also auf Google.com, von Bedeutung sein. Es waren zunächst weniger als ein Prozent der Webseiten von der Ergänzung der Lade-geschwindigkeit als Rankingfaktor betroffen. Doch wirklich präzise Informationen gibt es – wie immer eigentlich – nicht. Und natürlich sellten sich folgende Fragen: Wann ist eine Website schnell genug für Google? Was bedeutet überhaupt schnell? Eine kurze Ladezeit, niedrige Response Time, Größe der Seite oder Download-Geschwindigkeit? Wie kann Geschwindigkeit gemessen und beeinflußt werden?

Grundsätzlich weis man heute, dass eine schnelle Webseite die sogenannte User-Experience positv beeinflusst. Eine ordentliche Geschwindigkeit hat also im Grunde einen dreifachen Wert. Zum einen ist es ein Rankingfaktor per se. Zum zweiten erhöt Geschwindigkeit die User-Experinece, was wiederum ein Rankingfaktor ist. Und schlussendlich beeinflusst eine gute Geschweindikgeit nachweislich die Umsatzzahlen des Online-Shops oder die Transaktionsrate einer Website positiv.

Sinnvoller Weise unterscheidet man zwei Arten von Geschwindigkeit: Einerseits die sogenannte Time To First Byte (TTFB), also die Zeit, die der Server braucht, um über-haupt zu antworten. Und zum Zweiten die Zeit die bis zum vollständigen Laden der Seite aus funktionaler Sicht. Möchte man wissen, was als schnell bezeichnet wird kann, so hilft ein Blick auf die Top-Seiten. Eine Studie der Firma Searchmetrics hat 2015 die durchschnittliche Ladezeit in den mobilen Top30 mit 0,80 Sekun¬den und in den Desk-top-Top30 mit 0,87 Sekunden angegeben. Damit wäre zunächst einmal die Frage: „was ist schnell?“ beantwortet.

Nun zur Frage, wie die Geschwindigkeit gemessen und beieinflußt werden kann. Die Antwortzeit des Servers liegt primär an der Serverleistung beim Provider, an der Anbindung und an der Seitenarchitektur. Als Faustregel kann formuliert werden: Je eher der Browser gesagt bekommt, welche Daten er laden soll, desto eher kann er anfangen dieses zu tun. Die Geschwindigkeit bis zum vollständigen Laden der funktionsfähinge Seite liegt an vielen Faktoren. Natürlich spielt wiederum der Server und seine Leistungsfähigkeit eine Rolle. Aber es gibt etliche weitere Faktoren wie: die Anbindung des Servers, die Qualität des Codes, die Bildgrößen und deren Komprimierung, die Komprimierung und Zusammenfassung von Script-Code, der Einsatz von Caching und dergleichen mehr.

Tipp
Prüfen Sie die Geschwindigkeit Ihrer Webseite mit http://www.webpagetest.org/ oder vergleichbaren Tools.
Ein guter Startpunkt um Erkenntnisse über Verbesserungspotential im Bezug auf die Geschwindigkeit Ihrer Website zu erhalten ist sicherlich der Pagespeed-Test von Google. Details und Einzelheiten finden Sie unter https://developers.google.com/speed/docs/insights/rules. Weitere Informationen und Hilfestellungen hat Google hier veröffentlicht: https://developers.google.com/speed/.

Auch das Thema Mobilfreundlichkeit geht im Grunde in Richtung Pagespeed.

Im Februar 2015 kündigte Google an, dass ab April 2015 die Mobilfreundlichkeit einer Webseite ein Rankingfaktor wird. Mit „Mobildreundlichkeit“ ist die Nutzbarkeit einer Website auf Smartphones gemeint. Im Klartext bedeutet dieses, dass Inhalte einer Domain die nicht für den Zugriff von Mobilgeräten optimiert sind, bei der Suche über ein Smartphone benachteiligt werden. Ferner kennzeichnet Googel die Mobilfreundlichkeit einer URL auf den Suchergebnisseiten und warnt so indirekt den mobil suchenden Nutzer über nicht optimierte Inhalte. Siehe nebenstende Abbildung. Mobile-Darstellung-Rankingfaktor

Bedenkt man nun, dass Google ertmals seit 2015 mehr Abfragen von mobilen Endgeräten als von Desktop PCs verzeichnet, so wird klar weshalb für viele Unternehmen auch das Ranking auf mobilen Endgeräten von Bedeutung ist.

Worum es Google bei der Begünstigung von Mobilfähigen Seiten vorrangig ging, wurde Ende 2015 deutlich, als das „Accelerated Mobile Pages Project“ öffentlich wurde. Im Kern ging es um die Geschwin­digkeit der Auslieferung und damit um die übertragene Datenmenge. Denn bei dem Projekt stand vor allem die Kompression und Datenoptimierung von Webseiten im Vordergrund. Einerseits ist dies zwar etwas Paradox, da heute beinahe jeder User über eine schnelle mobile Datenverbindung verfügt. Andererseits gibt es jedoch auch Regionen auf dieser Welt, wo schnelle mobile Datenverbindungen noch nicht erschwinglich oder schlicht nicht vorhanden sind. Und Goolge ist nun mal ein Weltkonzern. Google geht es anscheinend darum, die Verfügbarkeit von schnell abrufbaren Informatio­nen zu belohnen. In diesem Kontext nutzt ein responsives Design nichts, wenn die dabei übertragene Datenmenge der einer Desktop-Seite nahekommt.

Online Marketing Konzept

Online-Marketing ist komplex und vielschichtig. Es unterliegt ständigen Änderungsprozessen. Gleichzeitig werden die Zyklen, in denen Neuerungen etablierte Verfahren infrage stellen, immer kürzer. Es ist daher schwierig, Online-Marketing zielführend und gewinnbringend einzusetzen. Es lauern viele Risiken und Fallstricke. Gerade in der heutigen Zeit …

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Google ist keine Suchmaschine

Interessanter Vortrag zum Thema Google, SEO und Zukunft: https://vimeo.com/152280704

SEO – Klickwahrscheinlichkeit

Trotz veränderter Wahrnehmung der SERP und trotz diverser Möglichkeiten, über Elemente von Universal Search auf die SERP zu gelangen, ist eine gute Position in den organischen Suchergebnissen nach wie vor von hohem Wert. Ein Indiz dafür ist die von der Firma Sistix 2015 veröffentlichte Studie. Im Rahmen der Studie wurden über 124 Millionen organische Klicks ausgewertet. Fast 60% entfielen auf Position 1. Position 2 erhielt mit rund 15% nur noch ein Viertel der Klicks der ersten Position. Danach erfolgte ein moderater Abfall der Klickwahrscheinlichkeit. Details können der folgenden Abbildung entnommen werden. Die Klickwahrscheinlichkeiten war auf den unterschiedlichen Geräteklassen (Desktop, Smartphone und Tablet) in etwa gleich verteilt.

Diese Studie ist nicht repräsentativ und kann daher nur als Indiz gewertet werden. Sie basiert auf rund 124 Mio. Klicks, die über die Goolgel Search Consolen-API bezogen wurden. Die Firma Sixtrix hatte hierzu die Erlaubnis einiger Kunden erhalten. Welche Kunden das sind und in welchen Branchen diese Kunden aktiv sind, ist unklar. Eine allgemeingültige Aussage kann daher nicht getroffen werden. Als Fazit kann man jedoch vorsichtig formulieren: Unabhängig von der Wahrnehmung der SERP ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass organische Rankings auf der ersten und zweiten Position deutlich häufiger geklickt weden, als Rankings ab Position drei.

Da die Studie sich nur auf organische Klicks bezog, kann natürlich keine Aussage darüber gemacht werden, wie das Verhältnis von „Klicks auf organische Rankings“ zu „Klicks auf andere Elemente der SERP“ war.

Quelle: https://www.sistrix.de/news/klickwahrscheinlichkeiten-in-den-google-serps/

Quelle: https://www.sistrix.de/news/klickwahrscheinlichkeiten-in-den-google-serps/

Offsite-Optimierng, gestern, heute und morgen

Jahrelang waren Backlinks jedweder Art eine enorm wichtige Größe bei der Suchmaschinenoptimierung. Doch seit 2013 wird über die zukünftige Bedeutung von Backlinks extrem kontrovers diskutiert. Das Gerücht, Google werde eines Tages die Links überflüssig machen, macht die Runde. Schon im März 2014 begann die russische Suchmaschine Yandex damit, Backlinks als Rankingsignal im Großraum Moskau strategisch zu entwerten. Yandex legte für kommerzielle Seiten rund 50 von 150 linkbasierten Gewichtungskriterien still. Weltmarktführer Google hatte sich vorher testweise in eine ähnliche Richtung bewegt. Anfang 2014 erklärte Google, SEO-Links aus Fachartikeln, die eigens geschrieben werden, um Backlinks zu erzeugen, massiv abzukanzeln.

Seit dieser Zeit geistert immer wieder die Fragestellung durch die SEO-Blogs, wann die Bedeutung des Backlinks für das Ranking völlig erlischt. Viele SEOs sagen regelmäßig den Tod des Linkaufbaus voraus. Andererseits ergab eine Befragung von 150 bekannten Online-Marketing Experten anlässlich der Erstellung der Analyse „Search Engine Raning Factors 2015“ der Firma SEOmoz, dass Links nach wie vor als wichtig angesehen werden. Wie passt das zusammen?

Die Auflösung ist einfach. Aktuell sind Backlinks offensichtlich noch von hoher Bedeutung. Zu diesem Ergebnis kommt auch die Studie „Ranking Faktoren 2015“ der Firma Searchmetrics. Doch zukünftig wird deren Bedeutung stark abnehmen. Searchmetics schreibt hierzu im Oktober 2015 auf seiner Website: „Auch wenn Backlinks noch immer ein Faktor sind, der statistisch mit guten Rankings korreliert, sind nicht nur die Zeiten des „unnatürlichen“ Linkbuildings vorbei. Vielmehr könnten Links im Allgemeinen in naher Zukunft – nicht zuletzt seit Disavow – weiter Relevanz verlieren, da andere Faktoren einfach wichtiger sind. Denn stattdessen geht es heute um reales Link-Earning durch Content, der so gut ist, dass User ihn gern verlinken möchten. Dementsprechend ist der Anteil von Backlinks zur Homepage der analysierten URLs zurückgegangen – Backlinks verweisen häufiger auf spezifische Landing Pages. Ebenso rückläufig ist der Anteil von Backlinks, die das Keyword im Anchortext tragen – Backlinks haben die Domain häufiger im Anchor. Auch bedingt durch die Nutzung von Social-Kanälen und Mobilgeräten wird die Relevanz von Backlinks künftig zugunsten anderen Faktoren weiter in den Hintergrund treten.“

Man achte jedoch auf den Konjungtiv bei dieser Aussage. Ob es dazu kommt und wenn ja, wann das sein wird, darüber streiten sich die SEO-Experten. Wenn es dazu käme, würde es einen Fall, wie ihn der US-amerikanische Präsident im Jahr 2004 erlebt hat, nicht mehr geben. Im Jahre 2004 wurde die Website des Präsidenten bei dem Suchwort „Miserable Failure“ (übersetzt: klägliches Versagen) bei Google auf der ersten Seite angezeigt. Natürlich tauchte der Text nicht auf der Website von Präsident Bush auf. Vielmehr haben Tausende Websites auf die Website von Präsident Bush verlinkt und entweder im Linktext oder auf der Seite, auf welcher der Link zu finden war, die Worte „Miserable Failure“ benutzt.

Im Kern kommt sowohl die SEOmoz- als auch die Searchmetics-Analyse zum Ergebniss, dass die Zeiten des „klassischen“ Linkaufbaus, so wie er noch vor einigen Jahren betreiben wurde, wohl vorbei sind. Zukünftig geht es nicht mehr darum, einfach nur möglichst viele Links aufzubauen, sondern vielmehr darum, thematisch passende, hochqualitative Verlinkungen von Autoritäten zu etablieren. Backlinks aus sozialen Medien, also sogenannte „social signals“ sind strittig und wohl aktuell eher überschätzt. Strategisch sind sie dennoch interessant.

Fazit:

■ Wir werden auch in Zukunft kein völlig linkfreies SEO erleben. Ein relevanter Link ist und bleibt eine Empfehlung, die Rückschlüsse auf die Relevanz der Zielseite zu einem bestimmten Themenbereich zulässt. Warum sollte diese wichtige Information im Ranking-Algorithmus nicht mehr bedacht werden? Stand heute würde ich daher nach wie vor eine Offsite-Optimierung als wichtigen Baustein im Gesamtkontext einer Suchmaschinenoptimierung sehen.

■ Qualitativ minderwertige Links werden zukünftig keine Bedeutung mehr haben für das Ranking.

■ Die Branche wird sich wohl ein wenig mehr in Richtung Content-Marketing bewegen, denn attraktive Inhalte helfen dabei Links und Erwähnungen aufzubauen.

Ein spannendes Thema zu dem ich in Kürze einen Special veröffentlichen werde.

Xovilichter Wettbewerb wird Hammer Erfolg

Hammer. Anlässlich des Release der neune XOVI Suite V3 hat die XOVI GmbH eine Keyword-Challenge ersonnen (http://www.xovi.de/xovilichter/). Die Preise sind stattlich. Aber das alleine erklärt nicht den Erfolg der Aktion. Die Aktion startete im Apirl. Bereits im Mai ergab eine Abfrage bei Google mehr als 280.000 indexierte Seiten und im Juni waren es schon 1 Mio (http://www.xovi.de/2014/06/die-xovi-keyword-challenge-knackt-die-millionengrenze/). Interessant auch, wer alles mitmacht bei Xovilichter und wie unterschiedlich das Teilnehmerfeld strukturiert ist. Natürlich liegt Xovi selbst auf Platz 1 und 2. Auf Platz 4 findet man Ronny Marx. Auf Platz 7 dann die Online-Marketing Solutions AG mit Xovilichter. Unterschiedlichen könnten Kontrahenten nicht sein.

 

AdWords: Tip – vermehrt Spezialbegriffe buchen auch bei Online-Shops

Nicht unerheblich für den Erfolg mit Keyword-Advertising ist natürlich die Buchung der richtigen Keywords, deren Verknüpfung mit den richtigen Anzeigentexten und die Verlinkung der Anzeigentexte mit den richtigen Zielseiten. Das sehen auch meine Kollegen aus Österreich so – Adwords Marketing. Was aber sind die „richtigen“ Keywords, die „richtigen“ Anzeigentexte und die „richtigen“ Zielseiten?

Grundsätzlich lässt ich im Keyword-Advertising festhalten: Je näher Sie mit Ihrem Keyword am Bedarf des Suchenden sind, desto höher ist die Chance für einen Kauf. Gleichzeitig ist es aber so, dass Keyword-Kombinationen aus zwei oder drei Begriffen günstiger zu haben sind, als Gattungsbegriffe. Die folgende Tabelle macht den Sachverhalt sehr schön deutlich. Das teuerste Keyword hat potentiell die geringste Abschlusschance.

Suchanfrage Keyword Abschlusschance

Doch das differenzierte Buchen von Keywords bedeutet viel Arbeit. Es müssen viele Anzeigengruppen mit passenden Anzeigen erstellt werden, in die nur wenige Keywords gebucht werden. In der Praxis scheuen viele Shopbetreiber diesen Aufwand. Stattdessen wird mit wenigen Anzeigengruppen gearbeitet, in die jede Menge halbwegs passender Keywords gebucht werden. Natürlich kann der jeweils gezeigte Anzeigentext dann auch nur halbwegs zum Keyword passen. Jahrelang war diese Methode erfolgreich, denn Keyword-Advertising war günstig. Doch diese Zeiten sind vorbei. Bei der Analyse von Konten die so geführt werden, fällt immer wieder eines auf: Die Gattungsbegriffe, zumeist als „weitgehend passend“ eingebucht, bekommen mit Abstand den meisten Traffic und bringen wenig.

Shopbetreiber sollten daher versuchen, vermehrt Spezialbegriffe und Keyword-Kombinationen zu buchen und sinnvolle Cluster zu bilden. Ohnehin werden die Suchanfragen zunehmend länger. Der Trend ist eindeutig: Die Anzahl der eingegebenen Wörter bei den Suchmaschinen-Anfragen steigt. Heute werden oft zwei oder drei, ja sogar vier Wörter bei der Suchanfrage eingegeben.

Im Zusammenhang mit der Buchung von Keywords gibt es seit Frühjahr 2010 eine Neuerung, die viele Shopbetreiber noch nicht für sich entdeckt haben. Die Rede ist vom ist vom sogenannten „Broad Match Modifier“.

Wird vor das Keyword ein + gesetzt, so erscheint die die Anzeige nur, wenn das Keyword, bzw. ein eng verwandtes Keyword (Singular/Plural, Schreibfehler etc.) in der Suchanfrage auftaucht. Läßt man das + weg, so erscheint die Anzeige, wenn das Keyword oder ein „weitgehend passendes“ in der Suchanfrage auftaucht.

Beispiel: Sie buchen „Marathon Laufschuh Nike“ als Broad Match

Die Auslieferung beim alten Broad Match konnte dann auch bei folgenden Begriffen erfolgen:

Laufschuhgröße Nike

Marathon Kohlehydrategel

Nike Fußbälle

Laufschuhe für Sprinter

Mit dem neuen Broad Match Modifier (BMM) haben besteht jetzt die Möglichkeit, essentielle Bestandteile der Suchphrase zu definieren.

Im vorliegenden Fall bedeutet das: Wenn das Keyword „Laufschuh“ entscheidend ist, dann setzen Sie voor dieses Keyword ein +: „Marathon +Laufschuh Nike“.

Die Anzeige wird dann nicht mehr bei den Suchanfragen wie oben gezeigt ausgeliefert, sondern nur noch bei Suchanfragen, die zwingend das Wort Laufschuh enthalten.

Durch eine weitere Einschränkung wie beispielsweise „+Marathon +Laufschuh Nike“ verbessern Sie die Qualität der Treffer weiter. Durch die weitere Einschränkung würde die Anzeige beispielsweise nur noch erscheinen bei:

Marathon Laufschuh

Laufschuhe für Marathon

Laufschuh für Marathonläufe

Nike Marathon Laufschuh

Durch die Einschränkung steigt die Qualität der Anzeige deutlich, was in der Regel mit einer höheren Kaufquote verbunden ist. Vorausgesetzt natürlich, die Anzeigentexte passen.

Mobile-Marketing für Shopbetreiber

Mobile-Marketing wächst und wächst und wächst. Im Februar 2010 verkündete Eric Schmidt von Google anläßlich des Mobile World Congress in Barcelona einige spannende Zahlen: Das mobile Internet entwickelt sich achtmal schneller als der Desktopcomputer vor 10 Jahren. Die Nutzung von Smartphones wächst derzeit jährlich um mehr als 30 % und voraussichtlich werden in drei Jahren die Verkäufe von Smartphones die der PCs übertreffen. Es ist also ein guter Zeitpunkt, einmal darüber nachzudenken, ob Mobile-Marketing für Ihr Unternehmen relevant werden kann.

Mobile-Marketing ist die Umschreibung von Marketingmaßnahmen unter Verwendung drahtloser Telekommunikation und mobiler Endgeräte mit dem Ziel, Konsumenten möglichst direkt zu erreichen und zu einem bestimmten Verhalten zu führen. Mobile-Commerce wird eher als spezielle Spielart des Electronic-Commerce verstanden – ist also eher transaktionsorientiert. Ohne Mobile-Marketing wird es sehr häufig auch kein Mobile-Commerce geben.

Mobile-Marketing ist deshalb so interessant, weil das Handy bzw. das Smartphone ein sehr „intimes“ Gerät ist. Kein anderes technisches Gerät ist so nah am Körper. Anders als den PC oder den Laptop trägt der Konsument es fast immer mit sich und ist darüber fast immer erreichbar.

Natürlich sind die Themen Mobile-Marketing und Mobile-Commerce für sich betrachtet schon umfangreich genug, um damit Bücher zu füllen. Zu jedem Themenbereich gibt es umfassende Literatur. Im Rahmen dieses Beitrags möchte ich natürlich keinesfalls mit diesen Werken konkurrieren. Vielmehr möchte ich nach einer kurzen, grundlegenden Erörterung der Möglichkeiten auf ausgewählte Quick-Wins in diesem Umfeld eingehen. Diese werden mit Praxisbeispielen untermauert.
Mobile-Marketing und Mobile-Commerce waren schon einmal vor 10 Jahren in aller Munde. Doch damals wurde es ein Rohrkrepierer. Die Endgeräte waren einfach noch nicht weit genug, um attraktive und nutzenstiftende Anwendungen betreiben zu können. Das hat sich seither grundlegend geändert. Heute gibt es eine Vielzahl von Geräteanbietern, Betriebssystemen für mobile Endgeräte und auch Marktplätze, auf denen Kunden sogenannte Apps (Applications=Anwendungen) beziehen können. Die folgende Abbildung verdeutlicht dieses.

Mobile-Marketing

Mobile-Marketing: Betriebssysteme, Gerätehersteller, Marktplätze

Apps sind kleine Programme, die meistens nur eine einzige oder wenige Funktionen erfüllen. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von Apps auf den jeweiligen Marktplätzen. Alleine im AppStore von Apple sind mit Stand Dezember 2010 über 250.000 Apps zu finden. Die Erstellung und Vermarktung von Apps kann je nach Konstellation ein sehr effizientes Baustein(chen) im Marketingmix eines Shopbetreibers werden. Schon für unter € 6000 kann man eine gute App erstellen lassen. Der wesentliche Erfolgsfaktor ist also zunächst nicht das vorhandene Budget zur Erstellung der App, sondern vielmehr die kreative Idee für die App. Natürlich ist es technisch auch möglich, einen ganzen Shop als native App zu erstellen und über den AppStore zu verbreiten.

Der zweite Weg, um Botschaften, Informationen oder Produkte über ein mobiles Endgerät zum Konsumenten zu bringen, führt über den Browser. Jedes Smartphone verfügt über einen Internet-Browser. Die meisten Browser basieren auf der WebKit HTML-Rendering Bibliothek. Websites und Anwendungen, die für mobile Endgeräte geschrieben werden, müssen die Besonderheiten dieser Browser und natürlich die Bildschirmauflösung der mobilen Endgeräte berücksichtigen. Die folgende Abbildung verdeutlicht den Zusammenhang zwischen mobilen Endgeräten, Apps, Marktplätzen für Apps und Browser-Anwendungen.

Mobile-Marketing

Mobile-Marketing: Anwendungen als sogenannte Application oder browserbasiert

Die Vertriebssicht: Der Shop auf dem Smartphone

Grundsätzlich gibt es zwei Wege, einen Shop auf das Handy eines potentiellen Käufers zu bekommen: Als native Applikation oder als Webanwendung, die dann über den Browser des Smartphones aufgerufen wird.

Wird eine native Shop-Anwendung erstellt, so muss man sich zunächst fragen, für welche Plattform diese erstellt werden soll. In Deutschland hat noch Apples iPhone die Nase vorn. Demzufolge würde sich für den deutschen Markt eine iPhone App und deren Distribution über den Apple Store anbieten. Tatsächlich sind im sogenannten App Store von Apple bereits einige native Shop-Apps zu finden. Hier einige Beispiele:

Kinderspielzeug

http://itunes.apple.com/us/app/toys-paradise/id407353057?mt=8

Schlafzimmermöbel

http://itunes.apple.com/nl/app/luxebedden/id396472766?mt=8

Shop für Vitamine

http://itunes.apple.com/us/app/gnld-bread-of-life-vitamins/id390697137?mt=8

iPhone app Herrenausstatter.de

iPhone app Herrenausstatter.de

Bei diesen Shops wird die eigentliche Funktionalität als native Anwendung auf dem Smartphone des Benutzers gespeichert. Über das Internet werden nur noch die jeweils aktuellen Produktdaten bezogen. Möglich ist auch, diese Produktdaten auf dem Smartphone zwischenzuspeichern. In den meisten Fällen ist die Erstellung einer solchen App losgelöst vom verwendeten Shopsystem zu sehen. Allerdings gibt es hiervon auch Ausnahmen. Beispielsweise haben die Macher des Shopsystems Magento das Thema Mobile-Commerce für sich entdeckt und eine Art Service entwickelt, der unter dem Namen „Magento Mobile“ firmiert. Betreiber von Magento-Shops können in drei einfachen Schritten ihren Shop als native App in den Apple App Store bringen. Hierzu muss lediglich eine Magento Extenions geladen werden, die Einrichtung durchgeführt werden und der jährliche Kaufpreis von derzeit $ 699 sowie eine einmalige Einrichtungsgebühr $ 799 entrichtet werden. Das Unternehmen Magento kümmert sich dann darum, dass die Shop-App im App-Store eingerichtet und freigeschaltet wird. Laut Website plant das Unternehmen die Erweiterung dieses Dienstes auf die Platformen iPad und Android.

Auf Youtube ist hierzu ein interessantes Video hinterlegt:

Der zweite Weg, um Produkte über das Smartphone verkaufen zu können, führt über den Browser des Smartphones. Im Prinzip lässt sich über den Browser von mobilen Endgeräten jede x-beliebige Website genauso ansteuern wie über den Browser am PC. Da die Displays auf mobilen Endgeräten über eine viel geringere Auflösung als ein normaler Monitor verfügen, werden normale Websites quasi in Miniaturansicht dargestellt. Die Inhalte sind sehr schwer bis gar nicht lesbar. Zwar kann die Lesbarkeit einzelner Bildausschnitte durch die zumeist implementierte Zoom-Funktion erhöht werden, doch ist in den meisten Fällen dann der gesamte Kontext nicht mehr erkennbar. Das Problem wird durch die folgende Abbildung verdeutlicht. Auf der linken Seite der Online-Shop www.enamora.de bei der Betrachtung über ein iPhone im Februar 2011. Der Shop ist nicht für mobile Endgeräte optimiert. Man kann die Schrift auf dem iPhone kaum lesen. Die Menüpunkte sind nicht einzeln anklickbar, weil die Fläche viel zu klein ist. Bei der für das iPhone typischen Skalierungsmöglichkeit verliert man den Überblick. Auf der rechten Seite ein für mobile Endgeräte optimierter Shop der Firma Publicada aus München.

iPhone Shops

Vergleich zweier Shops auf iPhone Browser

Ein für mobile Endgeräte optimierter Shop beinhaltet in der Regel nur die wichtigsten Informationen und natürlich auch Kauf- und Kontaktmöglichkeiten. Es macht einfach keinen Sinn, dem Besucher auf einem Display der Größe 320 x 480 Pixel die gleichen Informationen und Inhalte bereitzustellen wie den Besuchern, die einen ausgewachsenen Monitor zur Verfügung haben. Im Idealfall wird also mit zwei Internet-Webseiten gearbeitet. Mittels einer sogenannten Browserweiche wird abgefragt, ob der Besucher die Webseite über ein mobiles Endgerät aufrufen möchte. Ist dies der Fall, wird er zur Version, die eigens für mobile Endgeräte optimiert wurde, geleitet. Ist dieses nicht der Fall, so wird er zum normalen Webauftritt weitergeleitet.

Nun werden Sie sich wahrscheinlich zu Recht fragen, ob es bei der Vielzahl von mobilen Endgeräten, unterschiedlichen Betriebssystemen und Browsern denn überhaupt möglich ist, einen Internetauftritt für mobile Endgeräte zu erstellen, der allen – oder zumindest den meisten – Anforderungen gerecht wird. Genau das nämlich war bisher immer das Problem. Der Aufwand für die Erstellung von eigenen, für mobile Endgeräte optimierten Shop-Templates ist sehr hoch, möchte man die komplette Gerätepalette abdecken. Denn leider stellen die unterschiedlichen Browser ein und den gleichen HTML-Code unterschiedlich dar. Darum gibt es auf dem Markt auch nur vorgefertigte Lösungen für gängige Syteme. Hier einige Beispiele für das Shopsystem Magento. Bei Magento heißen diese „Themes“. Die Themes sind zumeist für das iPhone oder für Android optimiert.

Magento Theme optimiert für iPhone:

http://www.magentocommerce.com/magento-connect/Magento+Core/extension/303/iphone-theme

Magento Theme optimiert für Android und iPhone:

http://www.magentocommerce.com/magento-connect/SNM-Portal/extension/4368/mobiletouch

Magento Theme optimiert für iPhone:

http://www.magentocommerce.com/magento-connect/aheadWorks/extension/5191/iphone_theme

Ein Ausweg aus diesem Dilemma sind sogenannte Frameworks. Eines davon ist jQuery Mobile. jQuery Mobile ist ein plattformübergreifendes Unified-User-Interface für mobile Plattformen, also eine einheitliche Oberfläche inklusive Buttons, Reiter, Tabs und Messages. Es unterstützt die mobilen Browser von Android, BlackBerry, iOS, MeeGo, Windows Phone, Palm webOS und Symbian.

Mit Hilfe solcher Frameworks wird es zukünftig wesentlich einfacher sein, ein einziges, für mobile Endgeräte optimiertes Shop-Template zu erstellen, das auf allen mobilen Endgeräten akzeptabel aussieht und auf der üblichen Displaygröße sinnvoll benutzbar ist.